Was ist Zimt eigentlich?
Zimt ist ein Gewürz
aus der Rinde des Zimtbaumes.
Die Gattung Zimt (Cinnamomum) umfasst
sehr viele Arten, nach manchen Quellen sogar bis zu 250. Aber nur
einige Arten können als Gewürze genutzt werden. Bei uns sind
hauptsächlich zwei Gattungen als Zimt im Handel: der
Ceylonzimt oder Kaneel (Cinnamomum verum/ceylanicum) und der
Chinesische Zimt oder Kassia (Cinnamomum aromaticum/cassia). Die
Beiden Zimtarten unterscheiden sich wie die Namen schon sagen in
ihrer Herkunft (China und Ceylon, das heutige Sri Lanka), in ihren
Inhaltsstoffen und
ihrem Geschmack. Man kann sie aber auch an ihrem Aussehen
unterscheiden.
Der Ceylonzimt (2) besteht aus einer dünnen Rindenschicht, deshalb rollt er sich beim Trocknen wird von zwei Seiten ein. Die Rinde des Chinesischen Zimtes (1) ist dicker und rollt sich deshalb nur von einer Seite ein.
Woher kommt der Name?
Das deutsche Wort Zimt und der englische Ausdruck cinnamon leiten sich von dem lateinischen cinnamomum ab, was wiederum aus dem Griechischen kommt. Man geht davon aus, dass die Bezeichnung ursprünglich vom indonesischen Wort kayu manis (süßes Holz) stammt.
Eine Zimt-Stange wird als Canell/Kaneel bezeichnet. Das lateinische Wort canella bedeutet Röhrchen, die Bezeichnung bezieht sich also auf die Form der Zimt-stange.
Mehr über den Namen Kassia oder Kassie finden sie hier.
Und was ist eine Zimtzicke?
Da Zimt früher sehr selten und damit teuer war, ging "Zimt" als Ausdruck für Geld oder etwas Seltenes und somit Wertvolles in den Deutschen Wortschatz ein. Aufgrund vieler Fälschungen trat ein Bedeutungswandel ein und Zimt wurde zu etwas Negativem. "Mach keinen Zimt!" oder "Fauler Zimt" (Unsinn) wurden in die Umgangssprache aufgenommen. Außerdem konnte man "Zimt machen" oder "zimtig sein" also "Schwierigkeiten machen". Eine "Zicke" macht auch Schwierigkeiten und so ist eine "Zimtzicke" eine Person, die nichts als Ärger macht!
