Die Gurke

Cucumis sativus




Allgemeines über die Gurke

Geschichte und Herkunft

Verwendung

Pflege, Anbau, Ernte und Lagerung

Inhaltsstoffe

Gesetze

Quellen

Gurkenpflanze (http://www.plantimag.de/dat/0307033.html)


Allgemeines über die Gurke
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Schlangengurke
(http://www.schneckeninfo.de/static/1171.html)
Beschreibung

Die Gurke gehört in die Familie der Cucurbitaceae (Kürbisse und Zucchini). Sie ist ein Fruchtgemüse, deren fleischige Früchte botanisch zu den Beeren zählen. Es gibt eine große Zahl an verschiedensten Gurkensorten. Gurke, Einlegegurke, Essiggurke, Gewürzgurke, Salatgurke, Schälgurke, Schlangengurke, Senfgurke gehören alle zur selben Art: Cucumis sativus.
Die Gurkenfarbe reicht von weiss über hellgrün, dunkelgrün, blaugrün, gelb bis hin zu einem leuchtendem orange. Die Form der Gurke ist meist länglich, es gibt jedoch auch runde, ovale oder birnenförmige.

Die Gurke besteht zu 96,8% aus Wasser. Ihr Energiewert beträgt 9,7 kcal je 100g, damit ist sie ein sehr kalorienarmes Gemüse.

Sie ist roh essbar, wird auch mit Senf oder Pfeffer gewürzt.

Gurken erreichen Längen zwischen 7 und 60 cm.

Heute kennt man etwa 40 Sorten, wobei die Salatgurke am längsten wird. Eine neue, kernlose Gurkenart konnte in neuerer Zeit in Grossbritannien gezüchtet werden. Diese wächst ohne Befruchtung auschliesslich in Treibhäusern heran.

Andere Bedeutungen der Gurke

1. Als Saure Gurke wird auch ein Wanderpreis für frauenfeindliche Beiträge im öffentlich-rechtlichen Fernsehen benannt. 2. Als Saure-Gurken-Zeit bezeichnet man bei den Medien, jene Zeit, wenn sich nicht viel tut und daher über jede Kleinigkeit berichtet wird, die normalerweise ignoriert wird.



Gechichte und Herkunft
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Die Geschichte der Gurke

läßt sich durch Samenfunde von vor fast 9000 Jahren zurückverfolgen.

Da unter dem Begriff "Cucumis" alle zur Kürbisfamilie zugehörigen Pflanzen zusammengefaßt wurden, also auch Zucchini, Kürbisse und Melonen, ist eine eindeutige Zurückverfolgung der Gurke im Speziellen sehr schwierig.
An der thailändisch-burmesischen Grenze wurden Gurkensamen an Höhlenwänden gefunden, welche ein Alter von 9750 Jahren hatten. Kürbisse zu deren Familie die Gurke zählt wurden auch vor rund 8000 Jahren von den amerikanischen Ureinwohnern angebaut.

In einschlägiger Literatur ist vermerkt, die Gurke sei schon im Ägypten der pharaonischen Altzeit, also vor gut 4000 Jahren, angebaut worden. Zum Beweis wird auf Tempelfresken aus eben jener Zeit verwiesen.

Vor 3000 Jahren wurde die sehr wärmeliebende Pflanze in Indien und Ägypten angebaut. Auch den alten Griechen und Römernwar sie bereits bekannt, sie wurde im gesamten Mittelmeerraum angebaut.

Bei den Römer sollen Pflanzen auch schon unter Glas herangezüchtet worden sein.

Im Mittelalter gelangte die Gurke dann auch nach Europa, wo sie in den Klostergärten angebaut wurde. Die Samen von Gurken und Melonen waren im 17. Jahrhundert als Heilmittel u.a. mit ihrer harntreibenden Wirkung bekannt.

Um 1600 gelangte die Gurke zu den slawischen Völkern, die als erste die Milchsäuregärung durchgeführt und somit die Guken eingelegt haben sollen. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert landete sie in unseren Gemüsegärten.

In der Vergangenheit waren die Gurken meist bitter, erst mit der züchterischen Auslese konnte man bitterfreie Gurken erzielen.



Herkunft

Lange Zeit hieß es, die ursprüngliche Heimat der Gurke sei am Fuße des Himalaja-Gebirges zu suchen. Tatsächlich findet sich dort noch heute eine kleine, bittere Frucht aus der Familie der Kürbisgewächse, die von vielen Biologen als Stammform unseres heutigen Gurkensalates angesehen wird.

Nach jüngeren Untersuchungen soll die Heimat der Pflanze eher auf dem afrikanischen Kontinent liegen. Fossile Gurken, die Aufschluß geben können, sind bisher nicht gefunden geworden, und werden aller Warscheinlichkeit auch in Zukunft nicht gefunden.

Verbreitung

Gurken werden weltweit in tropischen bis gemäßigten Klimazonen angebaut. Sie haben hohe Wärme- und Feuchtigkeitsansprüche, verlangen Humose, durchlässige Böden und sind salzempfindlich.

Hauptproduzenten von Gurken sind heute die Länder China, Japan, die Türkei, die USA sowie Rumänien.

Herkunft(rot) und Anbau(grün)
Herkunft:rot Anbau:grün
(ältere Karte)
(www.mpiz-koeln.mpg.de/pr/garten/schau/CucumissativusL/Gurke.html)


Verwendung
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Verwendet werden Gurken als meist als Nahrungsmittel (roh als Salat, konserviert als Beikost) Die Gurke enthält 97% Wasser, 0,5-1% Eiweiß, 1,5% Kohlenhydrate, 0,5% Mineralstoffe.



Salatgurken
(www.brandenburger-picknick.de/play/texte/gurkenanbau.html)
Rohe Gurken


Als Salat werden die Gurken in der Regel roh verwendet. Das Schälen der Gurken ist nicht nötig. Besonders bei frischer, junger Ware entfernen sie damit die wertvollsten Pflanzenteile hinsichtlich der Nährstoffe.
Salatgurken können geraspelt, in Streifen, Scheiben oder Würfel geschnitten mit einer Vinaigrette oder einer anderen Salatsauce als Salat zubereitet werden.

Die Gurken vor der Zubereitung mit Salz zu bestreuen und etwas "ziehen" zu lassen hat Vor- und Nachteile.
Einerseits wird das Fruchtfleisch weicher und besser verdaulich,
auf der anderen Seite verlieren die Gurken aber an Geschmack und an Flüssigkeit.

Angebracht ist dies eher bei bitteren Gurken, da der störende Geschmack so gemildert werden kann. Bei der Verwendung als Zutat in einem Gericht, kann es allenfalls Sinn machen etwas Wasser zu entziehen, um die übrigen Zutaten nicht zu verwässern.



(http://www.mein-gartenjahr.de/archiv/gurken.html)
Einlegegurken
Die saure Gurke

Die saure Gurke wird auch als Salzdillgurke, Salzgurke, Faßgurke oder Einlegegurke bezeichnet.
Diese wird aus ganzen Gurken, unter Verwendung von Wasser, Salz und einer Gewürzmischung, durch natürliche Milchsäuregärung hergestellt.



warme Küche

Gefüllte Schmorgurken
2 bis 4 Schälgurken, 200 Gramm Gehacktes von Schwein und Rind, 50 Gramm Weißbrot, 1 Ei, 1 kleine Zwiebel, Salz, Pfeffer, Bratfett, 1/4 Liter Brühe

Gurken schälen, längs halbieren und vom Kernfleisch befreien. Das Gehackte mit dem eingeweichten und ausgedrückten Brot, dem Ei und der kleingeschnittenen Zwiebel vermischen. Die Masse mit Salz und Pfeffer würzen, die Gurkenhälften damit füllen und zusammenbinden. In Fett anbraten, die siedende Brühe hinzugeben und die Gurken schmoren, bis sie glasig sind. Je nach Vorliebe die Brühe binden.

Schmorgurke
(http://www.brandenburger-picknick.de/play/texte/gurkenrezepte.html)


Schmorgurken mit Schweinerippchen
Zutaten für 4 Personen Schweinerippchen 800 g Schweinerippchen Salz, Pfeffer, Senf, Kümmel, 3 Zwiebeln, 200 ml Fleischbrühe, 50 g Mehl, Majoran Schmorgurken 1 /2 kg Schmorgurken, 3 Zwiebeln, etwas Butterschmalz. Zucker, Salz, Pfeffer, etwas Mehl, Dill

Schweinerippchen 1. Die Rippchen werden gewaschen, in etwa zehn Zentimeter breite Stücke geschnitten und mit etwas Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und reichlich Senf eingerieben. 2. In einen Schmortopf gibt man etwa einen halben Liter Wasser, legt die Rippchen hinein und bestreut sie mit Kümmel. Dann stellt man den Schmortopf in den vorgeheizten Backofen und läßt die Rippchen unter häufigerem Wenden in gut einer Stunde gar werden. 3. Kurz vor Ende der Garzeit werden die Zwiebeln in Würfel geschnitten und in einer hohen Pfanne in der Fleischbrühe angeschwitzt. Nun rührt man das Mehl unter und füllt mit einem halben Liter Wasser auf. 4. Das Ganze kocht man etwa zehn Minuten lang durch und schmeckt mit Majoran ab. Dann gibt man die Sauce über die Rippchen und läßt alles noch zehn Minuten ziehen.

Schmorgurken 1. Die Gurken werden geschält, halbiert, mit einem Teelöffel entkernt, abgetrocknet und in etwa fingerdicke Stücke geschnitten. Die Gurkenstücke blanchiert man ein bis zwei Minuten lang in sprudelnd kochendem Wasser. Anschließend gießt man das Wasser ab. 2. Die Zwiebeln werden geschält und in Würfel geschnitten, in einem Topf mit dem zerlassenen Butterschmalz goldgelb angeröstet und mit etwas Zucker bestreut. 3. Man gibt die Gurkenstücke mit in den Topf und läßt sie unter gelegentlichem Rühren ungefähr zehn Minuten lang schmoren. Anschließend schmeckt man mit Salz und Pfeffer ab und dickt den Gurkensaft mit etwas Mehl ein. 4. Kurz vor dem Servieren werden die Schmorgurken dann noch mit den gewaschenen und abgezupften Dillblättern bestreut.

Hammelzwiebelfleisch mit sauren Gurken
1 Kilogramm Hammelschulter, 6 Zwiebeln, 750 Gramm saure Gurken, 4 Eßlöffel Meerrettich, 75 Gramm Margarine, 2 Eßlöffel Mehl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Kümmel, Kräuter

Fleisch in Stücke von etwa 100 Gramm schneiden, mit den in Scheiben geschnittenen Zwiebeln in soviel Wasser ansetzen, daß das Kochgut völlig bedeckt ist. Salz, Pfeffer, Knoblauch und gehackten Kümmel dazugeben und auf kleiner Flamme kochen. Von Margarine und Mehl eine hellbraune Schwitze bereiten, mit Hammelbrühe und Gurkenlake auffüllen, zu einer sämigen Soße verkochen lassen. Das Fleisch und die gewürfelten sauren Gurken in die Soße geben, mit Salz und Pfeffer noch einmal abschmecken, kurz durchziehen lassen.

Entenbraten mit Gurkensoße
1 Ente, 1 bis 2 Salatgurken, 2 Zwiebeln, 2 Eßlöffel Öl, 1 Eßlöffel Senf, 1/8 Liter saure Sahne, 1 Glas Apfelsaft, Salz, Pfeffer, Zucker, Dill, Petersilie

Ausgenommene und gut gewaschene Ente in Viertel teilen, gut salzen und pfeffern, in Öl von allen Seiten gut anbraten. Zwiebelwürfel hinzugeben, hell anschwitzen und mit Apfelsaft ablöschen. Wenn das Entenfleisch halb gar ist, geschälte, entkernte, grobgewürfelte Gurken dazugeben und weiter garen. Zum Schluß Sahne und Senf zugeben und binden. Vor dem Servieren reichlich gehackten Dill und Petersilie untermischen.

andere Formen der Nutzung


Diese Insekten sind ganz wild auf Gurkenschalen, doch deren Bitterstoff bringt sie um.
Der menschliche Haut dagegen bekommt die Gurke und ihre bittere Schale , die Schwefel, Vitamine und Schleimstoffe enthält ganz gut. Das glättet und strafft.

Reiben Sie mit der Innenseite der Gurkenschale Ihr Gesicht ausgiebig ab!
Wenn Sie frische Gurkenschalen um den Hals legen und mit einem Tuch festbinden, wirkt das gegen Halsfalten. Ein bis zwei Stunden müssen die Schalen dafür aber schon dranbleiben.

Frisch gepresster Gurkensaft ist ein hervorragendes Gesichtswasser.

Als Gesichtsmaske reiben Sie die Gurke oder zerkleinern sie im Mixer,anschließend mit einem Eiweiß und einem Spritzer Zitronensaft vermischen, auftragen, fertig.

Zwei Teile Gurkenbrei mit einem Teil Quark pflegen die Haut ebenfalls. Sie können auch einfach frische Gurkenscheiben auf die Gesichtshaut legen. Eine viertel bis eine halbe Stunde soll die Gurke wirken.

Gegen trockene Haut hilft der Saft einer halben Gurke gemischt mit Haferflocken. Dazu die Flocken im Gurkenwasser 15 Minuten quellen lassen, dann auf das gereinigte Gesicht auftragen. Nach einer Viertelstunde waschen Sie die Maske lauwarm ab und spülen mit kaltem Wasser nach.

Nach einem alten Rezept empfiehlt sich für jeden Hauttyp folgendes Gesichtswasser: Eine große Flasche wird zu einem Drittel mit Gurkensaft gefüllt (die Gurkenkerne auch). Außerdem brauchen Sie fünfzigprozentigen Alkohol aus der Apotheke. Damit wird die Flasche vollends gefüllt, luftdicht verschlossen und an einem warmen Ort drei Wochen stehen gelassen.

Bei Sonnenbrand versuchen Sie die verbrannte Haut mit Gurkensaft zu kühlen. Das beschleunigt auch die Heilung.

Der Gurkensaft hilft zudem bei Fieber als Durstlöscher und zum Kühlen. Bei Frauen in den Wechseljahren hilft er gegen die Wallungen.





Pflege, Anbau, Ernte und Lagerung
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Pflege des Bodens im Gemüsebeet

Gemüsebeete sollten immer in Sonnenlagen angelegt werden. Konkurrenz wie Gehölzwurzeln, und natürlich Unkräuter, sollte man von der Gemüsekultur unbedingt fernhalten.

Ein gesunder, lebendiger Gartenboden ist unerläßlich für den Ernteerfolg. Der Boden soll locker, krümelig und humusreich sein.

Zum einen hilft das Umgraben im Herbst, das Durchziehen mit dem Kultivator und Hacken während der Kultur.
Weiter können auch Pflanzen den Boden lockern, zum Beispiel Rettich, Möhren, Schwarzwurzeln, Porree oder Kartoffeln.
Gut verrotteter Kompost, in den Boden eingearbeitet und als Mulchdecke, bewirkt eine gute Humusversorgung.

Beim Kalken des Bodens muß man allerdings mit Fingerspitzengefühl vorgehen. Genauso auch beim Düngen, denn die Nährstoffversorgung hängt vom Nährstoffbedarf der Gemüse und Kräuter ab. Es gibt Starkzehrer wie Kohl oder Sellerie, Mittelzehrer wie Porree und Tomaten sowie Schwachzehrer wie Zwiebeln.
Eine Bodenanalyse lohnt sich beim Gemüseanbau allemal.

Die Gurkenpflanzen sind besonders wärmeliebend und absolut frostempfindlich. Sie wachsen kriechend oder kletternd. Nicht zu vergessen, Gurken sind starkzehrer. Das heißt, sie benötigen viel Nährstoffe/Dünger/Mist.



Hochbeet
(http://www.tools-portal.com/de/gartenpflege/gemuese_1.asp)

Besonders geeignet ist daher auch ein Hochbeet

Für das Hochbeet hebt man eine Grube aus und schichtet folgende Lagen ein: zuerst grobes Astmaterial, darüber mit Gesteinsmehl und Hornspänen vermischte Gartenerde, dann eine Laubschicht, zum Schluß Gartenerde und eine etwa 30 cm dicke Schicht aus Kulturerde.
(Quelle: Horst Lünser, FU Berlin)

Aber auch das Hochbeet sollte an einer etwas windgeschützten stelle im Garten angelegt werden, da die Gurken keinen Wind mögen.




Pflege und Anbau

Ab April werden die Samen in Töpfchen fürs Freiland vorgezogen, oder ab Febr/März für das Gewächshaus.
Gurkensamen benötigen 25° zur Keimung.

Für gesunde Pflanzen, kann man auf eine alte Methode, das Beizen der Samen, zurückgreifen. Beizen verbessert die Keimfähigkeit der Samen und beugt Krankheiten vor.
Pilzgefährdete Pflanzen werden dazu z.B. einen halben Tag in Magermilch gelegt. Ansonsten genügt auch für 25 min. 50°heißes Wasser.

Dabei kann man auch gleich die tauben von den fruchtbaren Samen trennen. Die tauben schwimmen oben, fruchtbare sinken auf den Grund.
Wichtig ist, die Samen gleich nach dem Beizvorgang in die Erde einzupflanzen.

Von der Aussaat bis zur Ernte sollten Sie Ihr Gemüse gleichmäßig feucht halten, da ungleichmäßige Feuchtigkeit Gemüse holzig oder pelzig werden läßt.
Bei verspätetem Wässern nach längerer Trockenheit platzen manche Pflanzen schlichtweg auf. Bekannte Beispiele für die genannten Vorgänge sind die holzigen Radieschen und der aufgeplatzte Kohlrabi.

Die vorgezogenen Pflanzen werden langsam abgehärtet und Ende Mai/Anfang Juni im Abstand von 30 x 120-150 cm ausgepflanzt.

Kleine Setzlinge sollte man sehr vorsichtig beim Umsetzen behandeln. Am besten die Pflänzchen mit dem ganzen Wurzel-Erd-Ballen in das neue Pflanzloch stecken und nicht zu tief einsetzen. Der Stengel muß ganz herausschauen.
Der Boden sollte warm, humös, durchlässig und gut gedüngt sein. Verrotteten Stallmist mögen Gurken am liebsten. Einmal wöchentlich sollte zusätzlich mit z.B. verdünnter Brennesseljauche gedüngt werden.

Gurken mögen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Etwas Schatten, bei zu praller Sonne im Sommer, ist auch nicht verkehrt. Wer dann noch immer nur mit lauwarmem Wasser gießt, der kann im Sommer die köstlichsten Gurken ernten.

Da alle Pflanzen, die in direkter Nachbarschaft wachsen sich auch gegenseitig beeinflussen, sind hier noch die "Guten Nachbarn von Gurken" erwähnt:
Kohl, Lauch, Rote Bete, Salat, Dill, Sellerie, Buschbohnen, Knoblauch, Kohlgemüse, Erbsen und Zwiebeln.
"schlechte Nachbarn" sind:
Kartoffeln, Rettich, Radieschen und Tomaten.



Gurkenbeet
(http://www.mpiz-koeln.mpg.de/pr/garten/schau/CucumissativusL/Gurke.html)

Ernte

Die Ernte beginnt im Juli. Die Gurken, die Sie im Gewächshaus ausgesät haben, können Sie bereits Ende Juni ernten. Freiland-Gurken sind jedoch aromatischer.
Wer öfter erntet, erntet auch mehr. Es stimmt nämlich doch: Viel hilft viel!
Läßt man die Gurken größer werden, setzen die Pflanzen keine neuen Früchte mehr an.


ganz viele Gurken
(www.brandenburger-picknick.de/play/texte/gurken.html)

Lagerung

Gurken kann man einige Tage bei 10-13°C lagern. Bei zu niedrigen Lagertemperaturen werden die kälteempfindlichen Früchte vorzeitig gelb und fleckig und faulen dann.

Zusammen mit Obst gelagerte Gurken werden schnell weich, also bessser separat lagern.

Gurken sollten im Kühlschrank aufbewahrt werden, sind aber bei tieferen Temperaturen kälteempfindlich.

Wer seine Gurken länger als 4 Tage lagern will, sollte sie einlegen, da sie sonst weich werden. Gurken eignen sich nicht zum Einfrieren. Sie werden dadurch weich und matschig.






Inhaltsstoffe
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Da die Gurken in unseren Gewächshäusern oft mit Brom begast werden, sollte man sie immer ausreichend waschen, oder noch besser, Gurken aus biologischem Anbau kaufen.

Wem im Sommer die Isotonischen Getränke ausgehen, der sollte einfach eine Gurke essen. Die Gurke speichert sehr viel Wasser, hat wenig Kalorien dafür viele Elektrolyte.



Gurke von Innen
(www.mediatime.ch/gemuese/gurken.htm)
Vitamine             Mineralstoffe

A  0.066             Natrium  9.0
D  0                 Kalium  141
E  0.06              Kalzium  15
K  0.016             Magnesium  8.0
B1  0.02             Phosphor  23
B2  0.03             Schwefel  11
Niacin  0.2          Chlor  37.0
B6  0.04             Eisen  0.5
Folsäure  0.027      Zink  0.206
Pantothensäure  0.24 Kupfer  0.051
Biotin  0.0009       Mangan  0.15
B12  0               Fluor  0.02
C  8.0               Jod  0.002


Nährstoffe: g pro 100 g

Kilojoule 52
Eiweiss 0.6
Fett 0.2
Kohlenhydrate 1.8
Ballaststoffe 0.5

Legende
g = Gramm
mg = Milligramm = Tausendstel Gramm
µg = Mikrogramm = Tausendstel Milligramm
Wo nicht anders vermerkt gilt mg

Durch den hohen Gehalt an Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen usw., Eiweiß sowie Vitaminen sind Gurken eine sehr gesundes Gemüse.
Gurken sind harnsäurelösend und wassertreibend und eignen sich auch zur Diät.

Sie zeichenen sich vor allem dadurch aus, dass sie kaum Energie liefern. Außerdem gelten sie als schwer verdaulich, wobei neuere Züchtungen besser abschneiden.






Gesetze
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Wie krumm darf eine Gurke sein?
Behörden-Irrsinn: Von Günther Hörbst

Reichlich überflüssig finden viele auch die Obstqualitätsnormenverordnung (ObstQNormV) - im Volksmund als Gurkenkrümmungsverordnung nach EU-Recht bekannt. Darin ist verfügt, dass die aus der Sorte "Cucumis sativus L." hervorgegangenen Gurken nicht zu krumm wachsen dürfen. Mehr als zehn Millimeter Krümmung auf zehn Zentimeter Gurke sind verboten. Die FDP-Abgeordnete Birgit Homburger kann nur den Kopf schütteln: "Absolut überflüssig! Ob krumm oder gerade: Hauptsache die Gurke schmeckt."

Verboten!?!
(www.foodnews.ch/x-plainmefood/lebensmittel/Gurken.html)
Erlaubt!?!
(www.mediatime.ch/gemuese/gurken.htm)