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LebenszyklusLebenszyklus der Schwarzen Wegameise (Lasius niger)Beispielhaft für eine „normale“ Ameise wird hier der Lebenszyklus der Schwarzen Wegameise betrachtet. Sie gehört zu der Familie der Formicinae und ist die häufigste mitteleuropäische Ameisenart. Im Frühjahr werden die Ameisen aktiv und machen sich an der Erweiterung der Nestkammer zu schaffen. Nach dem Schlüpfen aus den Eiern werden die Larven nach Größenklassen sortiert. Daneben sind auch länglich-ovale Seidenkokons zu finden, die von den Larven selber gesponnen wurden. Später im Sommer bietet sich ein anderes Bild: Zwischen Brut und Arbeiterinnen laufen geflügelte Ameisen (Männchen und Jungweibchen). Zwischen Ende Juli und Anfang August schwärmen die Geschlechtstiere an einem windstillen, warmen Sommertag zum Hochzeitsflug aus. Aus vielen Kolonien einer Gegend fliegen zunächst die Männchen, dann die Weibchen gleichzeitig los. An herausragenden Landmarken, wie hohen Bäumen oder Hausgiebeln, sammeln sich die Tiere in dunklen Schwärmen und kopulieren während des Fluges. Während die Männchen sofort nach der Begattung der Weibchen sterben, ist die Spermatasche der Weibchen für ein ganzes Leben gefüllt. Die Weibchen werfen, am Boden angekommen, ihre Flügel ab und beginnen die Suche nach einem geeigneten Nestplatz. Nur wenige überleben diese Suche.
Hat ein Weibchen eine schützende Erdhöhle gefunden, beginnt es mit der Eiablage. Die schlüpfenden Larven werden mit Drüsensekret der Königin und mit Nähreiern gefüttert. Im Verlauf einiger Monate sind Kokons und schließlich die ersten Miniarbeiterinnen entstanden. Diese gehen nun auf Nahrungssuche. Die Kolonie wächst langsam und wird den Winter in Kältestarre überdauern. Im nächsten Jahr geht dann die Entwicklung schneller und bald pflegen hunderte bis tausende von Arbeiterinnen die Brut. In 3 bis 5 Jahren kann die Kolonie selber Geschlechtstiere produzieren. Wenn die Königin eines Tages stirbt, geht mit ihr die gesamte Kolonie unter. |
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