Blütenmorphologie
Blütenbau: |
Die Blüten von I. glandulifera sind stark zygomorph. Sie besitzen im Querschnitt also nur eine Symmetrieebene. Wie bei den Orchideen sind die Blüten bei Impatiens um 180° an der Blütenachse gedreht. Diese morphologische Abwandlung wird als Resupination bezeichnet. Von den ursprünglich fünf Sepalen ist das hintere zu einem Kelchsporn mit Nektarium umgewandelt. Zwei der vorderen vier Sepalen sind stark reduziert, die zwei weiteren unscheinbar klein. Die Petalen übernehmen die Funktion des Schauapparates. Von den Fünf Kronblättern ist das vordere auffällig groß und nach oben gerichtet. Von den seitlichen sind jeweils zwei paarweise verwachsen und bilden sowohl eine seitliche Begrenzung des Eingangs in die Blütenhöhle als auch einen lippenförmigen Landeplatz für die Bestäuber. |
![]() SCHEVEN (1991) |
Androeceum: |
Das Androeceum besteht aus fünf verwachsenen Staubblättern, die die Narbe als Antherenblock während der männlichen Blühphase bedecken und auf diese Weise effektiv eine Selbstbestäubung verhindern. Am Ende der Anthese fällt der Antherenblock ab und gibt die Narbe frei. |
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Gynoeceum: |
Das Gynoceum von Impatiens ist oberständig und besteht aus fünf coenocarp-septierten Karpellen. Der Griffel ist relativ kurz, die Narbe schwach gespreizt. |
Bestäubung: |
Die Bestäubung erfolgt durch Zoogamie. Der Blütenbau ist durch Koevolution von Blüte und Blütenbesucher in den Herkunftsgebieten stark an die Bestäuber (Hymenopteren) angepasst. In Mitteleuropa werden die Bestäuber der Ursprungsregionen vorrangig durch einheimische Hummel- und Bienenarten ersetzt. Die Effizienz mit der der Pollen von den heimischen Hymenopteren übertragen wird ist dabei verblüffend hoch. |
![]() SCHEVEN (1991) |
Blütezeit: |
Die Blühphase von I. glandulifera reicht in Mitteleuropa von Juni bis Oktober. Die Synchronisation mit der Aktivität der Bestäuber fehlt, da die Aktivitätsphase der vorrangig als Bestäuber auftretenden Hummeln eher zu Beginn der Blütezeit liegt. Diese werden im Spätsommer durch Bienen und Wespen, die allerdings nur die hälfte der Besuchsfrequenz aufrecht erhalten können, ersetzt. |