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Die unterschiedlichen Bedeutungen in
früheren Zeiten, wie bei den Germanen oder Kelten, haben dazu geführt,
dass heute die Mistel mit vielen positiven aber auch negativen Eigenschaften
in Verbindung gebracht wird.
Das kann man an den verschiedensten
Bezeichnungen erkennen:
Donnerbesen, Druidenfuß, Hexenbesen, Hexenkraut, Wintergrün,
Bocksbutter, Albranken, Vogelkraut oder Kreuzholz
Auch regional gibt es Unterschiede,
wie diese Sprichwörter und Bräuche zeigen:
Siebenbrügen, frz. Schweiz: Mistel wird in Brautkranz geflochten
Ostpreußen: Mistel auf Weiß-Hasel zeigt einen Schatz an
Detmold: „Wo die Mistel wächst, dort blüht Gold.“
Hessen-Nassau: Mistel ist Todesbote für Familienmitglied des
Baumbesitzers
Galizien: Baum mit Mistel sollte man nicht als Bauholz verwenden,
da Blitz einschlagen könnte
Einer der bekanntesten Bräuche,
der mit der Mistel zu tun hat, findet sich an Weihnachten und Neujahr.
Zu Weihnachten wird bei vielen englischen, französischen aber auch
deutschen Familien ein Mistelzweig über die Eingangstür gehängt.
Trifft ein Junge dort auf ein Mädchen darf er es dort küssen
und danach eine Beere vom Mistelzweig pflücken.
Die Benutzung von Misteln zur Dekoration ist teilweise älter als
die mit Tannenzweigen.
In England kann man noch heute Sprüche
zu Neujahr hören, die auf die langjährige Bedeutung der Mistel
hinweisen. So hört man in England „No mistletoe- no luck“
oder in Frankreich „Au gui l’an neuf“, was soviel bedeutet
wie: „Mit der Mistel Glück ins neue Jahr“.
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