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Schon früh war die Wirkung der Mistel bekannt.
So sollte sie, unter das Viehfutter gemischt, Tiere kräftigen und
unfruchtbare Tiere wieder fruchtbar machen.
Bereits im 15. Jh beschreibt Thomas von Wasserburg die Mistel als wirksames
Heilmittel gegen Epilepsie. Dazu sollte die Mistel äußerlich
angewendet werden.
Im 18. Jh schreibt Leonhard Friedrich Hornung „Auflegen genügt
nicht!“ Seiner Meinung nach sollte die Mistel z.B. als Tee
von innen wirken.

Ab dem 19. Jh wurde die Wirkung der Mistel genauer
untersucht. So fand man heraus, dass sie gegen Bluthochdruck hilft. Wird
der Extrakt der Mistel in Form von Tees oder Tropfen verabreicht, wirken
die Inhaltsstoffe so, dass ACh (Acetylcholin) die Koronararterien des
Herzen weitet. Dadurch kann mehr Blut hindurch fließen und der Druck
innerhalb der Gefäße sinkt.
Auch gegen Krebs wird die Mistel eingesetzt. Ein Vertreter der Mistel-Krebstherapie
ist Rudoph Steiner. Er setzte die Mistel bereits um 1920 ein. Dabei verwendetete
er eine Mischung von Sommer- und Winterernten, um so einen möglichst
hohen Gehalt an Lektinen und Viscotoxinen zu gewinnen.
Der so gewonnene Extrakt kann direkt in Tumore gespritzt oder längerfristig
als Tropfen oder Tee eingenommen werden.
Durch die Inhaltsstoffe findet der programmierte Zelltod (Apoptose) verstärkt
statt, wodurch die Tumore schrumpfen oder zumindest ihr Wachstum verlangsamt
werden kann. Zusätzlich kann leichtes Fieber auftreten und der Körper
reagiert auf die Stoffe mit vermehrter Lymphozytenbildung. Auch dadurch
tritt ein verbesserter Allgemeinzustand ein.
Zu der Mistel und ihren vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten
in der Medizin finden sich viele Seiten im Internet- mehr dazu auch in
meinen Quellenangaben.

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