hirse5.jpg (3265 Byte) Hirsearten

 

 

Hirsearten
 

Rispenhirse

Kolbenhirse

Rohrkolbenhirse Mohrenhirse

Teff

 

Anbaugebiete
 

Verwendung
 

Inhaltsstoffe

 

Quellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

  • Rispenhirse    (Panicum miliaceum)

Unsere Speisehirse ist die Rispenhirse,eine C4 Pflanze, ursprünglich in Zentralasien (Anbaugebiete)  beheimatet. Sie wird zuweilen als echte oder Deutsche Hirse bezeichnet, da sie früher in Deutschland als" Brot des armen Mannes" angebaut wurde.

Das bis zu 120 cm hohe Gras besitzt breite Blätter und bildet lockere lazettartige  oder kompakte herabhängende Rispen an der einblütige "Ähren" sitzen. Die bespelzten eiförmigen Körner messen 2 bis 3 mm im Durchmesser und sind weiß, gelblich oder grün gefärbt. Sie ist weniger wärmebedürftig als andere Hirsearten und wird von Russland über Zentralasien bis No

rdchina und im Mittelmeergebiet kultiviert.

Diese Hirse ist eine anspruchslose Getreidepflanze, die auf ärmsten Böden gedeiht und auch gegen Trockenheit und sogar Dürre gefeit ist. Da die Hirsesamen in der Rispe nacheinander reifen, ist sowohl die Bestimmung des Erntezeitpunktes als auch die Ernte selbst erschwert. Nach gründlicher Reinigung der Rohhirse kommen die Körner in die Schälmaschine und werden von der harten, unverdaulichen Schale bhirse1.jpg (4832 Byte)efreit. Ein Teil wird  zu Flocken und Mehl weiterverarbeitet.

 

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  • Kolbenhirse              (Setaria italica)

Die Kolben- oder Borstenhirse, eine C4-Pflanze ist eine alte

 indogermanische Kulturpflanze und wird von Südeuropa bis Japan angebaut (Anbaugebiete).

Die 5 -30 cm langen Infloreszenzen an der Spitze der gut bestockenden, bis 2 m hohen, reich beblätterten Halme sind waltzliche, gelappte, leicht überhängende Scheinähren, die

 aus vielen kurzen Seitenästen mit kurz gestielten einblütigen Ährchen zusammengesetzt sind.  Zwischen den von drei Hüllspelzen umgebenen Ährchen stehen grannenartige, aus sterilen Blüten hervorgegangenen

Borsten.

Die 2 mm dicken Körner mit 10% Wasser, 11,3% Eiweiß, 4,3% Fett. ca. 62% Kohlenhydraten, 7% Rohfaser und 3%Asche fallen mitsamt den Ährchen ab und bringen in 70—90 Prozent Erträge von 8-16 dt/ha.Die Kolbenhirse wird als Vogelfutter verwendet.

 

  • Rohrkolbenhirse (Pennisetum americanum)

Perl- oder Rohrkolbenhirse, stammt aus Afrika und stellt das wichtigste Brotgetreide von Afrika über Arabien bis Indien und Burma dar (Anbaugebiete).

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Die maisartige anspruchslose, salztolerante, 1—4 m hohe Pflanze erzeugt an den Haupttrieben  erinnernde 10—60cm lange, an Seitentrieben etwas kürzere, an Rohrkolben erinnernde Blütenstände von 1,5—4,5 cm Durchmesser.

Sie ist ein Ährenrispengras dessen Spindel zahllose kurze

Rispenäste mit zweiblütigen Ährchen trägt. Während die untere Blüte männlich ist, bringt die obere nach Windbestäubung bis 5 mm dicke Körner hervor, die weiß, gelb oder schwarz gefärbt sein können.

Als sehr trockenresistente Art liefert die Rohrkolbenhirse noch bei 180 mm Niederschlag Ernten von 2—10 dt/ha und wird daher bis in die  Randgebiete der südlichen Sahara bzw. in trockensten Gebieten Indiens angebaut. Bei höheren Niederschlägen oder Bewässerung lassen sich bis 30 ha erreichen.

Die als zukunftsträchtig für die trockenen Tropen angesehene Art birgt in ihren Körnern 8—20% Eiweiß, 5 Prozent Fett und 67 Prozent Kohlenhydrate und dient als Reisersatz, zum Brotbacken und zum Herstellen von Porridge und Bier.

 

  • Mohrenhirse        (Sorghum bicolor)

Mohrenhirse oder Kaffernkorn, eine C4-Pflanze, ist   die wichtigste Hirseart und eine Weltwirtschaftspflanze. Sie stammt aus Äquatorialafrika und wird heute in allen warmen

Ländern angebaut (Anbaugebiete). In den Südstaaten der USA hat sich  in den letzten 45 Jahren die Anbaufläche verdoppelt, der Ertrag vervierfacht.

Die Pflanze erinnert habituell an den Mais mit ihren bis 5 m hohen, markerfüllten Halmen, die sich an der Basis bestocken, aber auch an höheren Knoten Seitentriebe bilden. Die Blätter sind bandförmig. Terminal stehen

 kompakte aufrechte oder lockere Rispen von 10—60 cm Länge, deren zahlreiche Ästchen je 2 Ährchen tragen, das obere mit einer zwittrigen, das untere mit 2 männlichen z. T. sterilen Blüten. Die Körner sind ca. 4—5 mm dick, rund und unbespelzt von weißer, gelber oder roter Farbe.

Die dürreresistente Art transpiriert nur wenig und vermag unter Wachstumsstillstand in eine Art Trockenstarre überzugehen, aus der sie erst nach Regenfällen zu neuem Wachstum erwacht. In Afrika und Asien liefert sie im Mittel 9,8 dt/ha, während in den USA vor allem dank der Züchtung von Hybridformen 42 dt/ha, bei guter Düngung und Bewässerung sogar bis 100 dt/ha erreicht werden. Das Weltmittel beläuft sich auf 13,9 dt/ha (1994).

 

  • Teff                              (Eragrostis tef)

Teff oder Zwerghirse ist das wichtigste Getreide Nordäthiopiens und stammt wahrscheinlich  von der dort heimischen Eragrostispilosa (L.) ab (Anbaugebiete).

Das zarte 40—80 cm hohe Gras gipfelt in einer 15—35 cm langen Rispe mit vielblütigen gestielten Ährchen deren nur 1—1,5 mm dicke Körner zu Mehl vermahlen und mit Hefe zu Brot (Injera) gebacken werden.

Das Korn enthält 11% Wasser, 9.1 % Eiweiß, 2% Fett und 74% Kohlenhydrate. Teff liefert 3—30dt/ha, meist unter 10 dt/ ha.