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Hirsearten
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Hirsearten Teff
copyright by matthias gröger universtät marburg fachbereich biologie leitung: stefan imhoff nutzpflanzenkurs ws 03/04
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Der Name Hirse ist ein Sammelbegriff für verschiedene, einjährige meist tropische oder subtropische Getreidesorten, die botanisch zu den Süßgräsern (Poaceae) gehören.Sie zeichnen sich allesamt durch relativ kleine, meist rundliche Karyopsen ohne Längsfurche aus und können auf relativ trockenen, oft armen Böden wachsen, wo keine andere Getreideart mehr gedeiht. Mit Ausnahme der Mohrenhirse (Sorghum) haben sie indessen nur regionale, dann jedoch große Bedeutung. Es werden die so genannten echten Hirsen (Milet), die zu den Unterfamilien der Eragrostoideae (Eragrostis) und die Panicoideae (Panicum, Pennisetum, Setaria) unterschieden.
Alle Hirsearten sind
wärmebedürftig und frostempfindlich und werden daher in den Subtropen und
trockenen Tropen angebaut. Sie benötigen viel Licht (C4Planzen), gedeihen
aber wegen bescheidener Wasseransprüche selbst unter Steppenbedingungen
und auf armseligen Als Kurztagspflanzen können sie bei kurzer Vegetationsdauer rasch in Blüte gehen. Die Ernte erfolgt von Hand bei Vollreife, wenn die Halme noch teilweise grün sind. Bei diesem frühen Termin ist die Gefahr des Ausfallens der Körner und der Verlust durch Vogelfraß im Vergleich zur Ernte bei Totreife gering. Blätter und Stroh dienen weithin als Viehfutter.
Hirsen eignen sich wenig zum Brotbacken und werden wie Reis als ganzes Korn oder gemahlen als Brei, Grütze oder als Fladen gebacken genossen. Sie sind ernährungsphysiologisch wertvoll, da sie neben 60—75% Kohlenhydraten ca. 8—13% Eiweiß guter biologischer Wertigkeit enthalten. Der Eiweißgehalt durch Züchtung bis auf 18%, bei Kolbenhirse auf 17% gesteigert werden. Außerdem weisen die Hirsen 4 - 6% Fett auf. In warmen Ländern dienen die Hirsen zur Nahrungsdeckung, nur ein geringer Teil wird verfüttert oder zur Herstellung eines sauren, schwach alkoholhaltigen Bieres verwendet.
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