hirse5.jpg (3265 Byte) Verwendung

Hirsearten
 

Rispenhirse

Kolbenhirse

Rohrkolbenhirse Mohrenhirse

Teff

 

Anbaugebiete
 

Verwendung
 

Inhaltsstoffe

 

Quellen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Hirse ist wahrscheinlich das älteste von Menschen kultivierte Getreide. Man nimmt an, dass ihre ursprüngliche Heimat sowohl Ostasien als auch Afrika ist. Schon bei den Babyloniern und den Etruskern gehörte die Hirse zu den Grundnahrungsmitteln. Im Darm von altägyptischen Leichen, die ca. 4000 Jahre v. Chr. beigesetzt

 worden waren, fand man Speisereste von Hirsesorten, wie sie auch heute noch von den Fellachen gegessen werden. Wie aus sehr alten Aufzeichnungen der Chinesen hervorgeht, war die Hirse auch den Chinesen schon 3000 v. Chr. bekannt. Für fast alle Völker im indogermanischen Raum gehörte die Hirse zu den Grundnahrungsmitteln. Weil die Hirse eine sehr kurze Vegetationszeit hat und nicht tief in den Boden eindringt, eine tiefe Bearbeitung des Bodens war

deshalb nicht notwendig, war sie auch bei den Nomaden eine bevorzugte Pflanze. Auch heute noch ist sie bei den nomadisierenden Kirgisen und Mongolen neben Buchweizen die Hauptnahrung.  Im Mittelalter hatte die Hirse auch in Deutschland  eine sehr große Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde sie aber dann von der Kartoffel, aber auch vom Mais und dem Reis verdrängt.

 

Hirse ist wie Hafer, Gerste und Dinkel ein Spelzgetreide und muß deshalb geschält werden. Da der Keim aber nach dem Entspelzen noch vorhanden ist, gilt es immer noch als Vollkorn.

Hirse wird meist als geschältes ganzes Korn angeboten. Man kann sie wie Reis kochen, zu Brei oder Suppen verarbeiten. Hirsen eigenen sich wenig zum Brot backen, man muss sie dazu mit anderen Getreidearten mischen

Wie bei vielen Rohgetreiden, ist auch Hirse sehr phytinreich. Phythinsäure bindet z. B. Kalzium, Zink und Eisen. Dadurch stehen dem Menschen diese Mineralstoffe nicht zur Verfügung.  Durch Einweichen, Keimen oder Erhitzen (Kochen, Backen) wird diese negative Wirkung aber aufgehoben.
Die Verdauung und Resorption beim Verzehr roher Hirse ist ausgesprochen schlecht, weil sie (ähnlich wie rohes Soja), einen Trypsin-hemmer enthält, der die Bauchspeicheldrüse an ihrer Enzymtätigkeit hindert. Wird die Hirse aber gekocht, gibt es keine Probleme mehr. Da Hirse keinen Kleber (Gluten) enthält, ist sie für Getreide-Allergiker geeignet.