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Hirsearten
Rispenhirse
Kolbenhirse
Rohrkolbenhirse
Mohrenhirse
Teff
Anbaugebiete
Verwendung
Inhaltsstoffe
Quellen
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Die
Hirse ist wahrscheinlich das älteste von Menschen kultivierte Getreide. Man
nimmt an, dass ihre ursprüngliche Heimat sowohl Ostasien als auch Afrika
ist. Schon bei den Babyloniern und den Etruskern gehörte die Hirse zu den
Grundnahrungsmitteln. Im Darm von altägyptischen Leichen, die ca. 4000 Jahre
v. Chr. beigesetzt

worden waren, fand man Speisereste von Hirsesorten, wie
sie auch heute noch von den Fellachen gegessen werden. Wie aus sehr alten
Aufzeichnungen der Chinesen hervorgeht, war die Hirse auch den Chinesen
schon 3000 v. Chr. bekannt. Für fast alle Völker im indogermanischen Raum
gehörte die Hirse zu den Grundnahrungsmitteln. Weil die Hirse eine sehr
kurze Vegetationszeit hat und nicht tief in den Boden
eindringt, eine tiefe
Bearbeitung des Bodens war
deshalb nicht notwendig, war sie auch bei den
Nomaden eine bevorzugte Pflanze. Auch heute noch ist sie bei den
nomadisierenden Kirgisen und Mongolen neben Buchweizen die Hauptnahrung.
Im Mittelalter hatte die Hirse auch in Deutschland eine sehr große
Bedeutung. Im 19. Jahrhundert wurde sie aber dann von der Kartoffel, aber
auch vom Mais und dem Reis verdrängt.
Hirse
ist wie Hafer, Gerste und Dinkel ein Spelzgetreide und muß deshalb
geschält werden. Da der Keim aber nach dem Entspelzen noch vorhanden ist,
gilt es immer noch als Vollkorn.
Hirse wird meist als geschältes ganzes Korn angeboten. Man kann sie wie Reis
kochen, zu Brei oder Suppen verarbeiten. Hirsen eigenen sich wenig
zum Brot backen, man muss sie dazu mit anderen Getreidearten mischen
Wie bei vielen Rohgetreiden, ist auch Hirse sehr phytinreich. Phythinsäure
bindet z. B. Kalzium, Zink und Eisen. Dadurch stehen dem Menschen diese
Mineralstoffe nicht zur Verfügung. Durch Einweichen, Keimen oder Erhitzen
(Kochen, Backen) wird diese negative Wirkung aber aufgehoben.
Die Verdauung und Resorption beim Verzehr roher Hirse ist ausgesprochen
schlecht, weil sie (ähnlich wie rohes Soja), einen Trypsin-hemmer enthält,
der die Bauchspeicheldrüse an ihrer Enzymtätigkeit hindert. Wird die Hirse
aber gekocht, gibt es keine Probleme mehr.
Da Hirse keinen Kleber (Gluten) enthält, ist sie für Getreide-Allergiker
geeignet.

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