Habitus
Ephedra wächst als Strauch, als kleiner Baum und selten auch als Liane. Die Stängel sind knotig gegliedert und mehr oder weniger verzweigt. Da die Stängel stets Chlorophyll enthalten und somit photosynthetisch aktiv sind, werden diese als Rute bezeichnet. Dies trifft jedoch nicht auf die Baumform zu, in welcher der Stängel verholzt und einen Stamm bildet.
Abb. 1 - Ephedra distachya an einem Naturstandort
Blattmorphologie
Die meisten Ephedra-Arten besitzen kleine unscheinbare Blätter welche zumeist schuppenförmig sind. Sie stehen in dekussierten Paaren oder in dreiblättrigen Wirteln.
Blütenmorphologie
Die Blüten von Ephedra stehen endständig oder in den Achseln von Trageblättern. Die meisten Ephedra-Arten sind windbestäubt, und besitzen keine besonders auffälligen Blüten.
Die männliche Blüte besteht aus zwei basalen miteinander verwachsenenund median stehenden Schuppenblättern, welche eine Art Hülle bilden.
Aus dieser ragt ein Stiel hraus, welcher meist mehrere entständige miteinander verwachsene Pollensäcke trägt.
Die weibliche Blüte enthält eine aufrechte Samenanlage mit einem langen, bis in die Mikropyle ausgezogenem Integument. Die Samenanlage
ist von einem transversalen Brakteenpaar umgeben. Interessant ist hier, das an der Mikropyle eine Art Bestäubungstropfen ausgebildet wird, welcher
den männlichen Pollen "fängt". Bei Samenreife werden die Brakteenpaare hart und umschließen den Samen. Sie können mitunter wie bei der Eibe fleischig auswachsen.
Abb. 2 - Fruchtstand von Ephedra mit einem fleischigen Aryllus