Habitus

Gnetaceae wachsen entweder als Baum, Strauch oder Liane, wobei letzteres überwiegt. Charakteristisch für das Holz sind schmale Markstrahlen und da Vorhandensein von Tracheen. Ob diese eine Verwandschaft mit den Tracheen der Magnoliopsida zeigen ist umstritten.

Blattmorphologie

Die Blätter der Gnetum-Pflanze sind häufig sehr groß (bis zu 45cm lang) und ledriger Natur, mit einer breiten Blattspreite. Charakteristisch für die Blätter ist vor allem das diese "echte" Laufblätter mit netzförmigen Blattnerven sind. Dieses Merkmal tritt sonst nur innerhalb der Angiospermae auf.

Abb. 1 - Blätter der Gnetaceae

Blütenmorphologie

Die Gnetaceae sind überwiegend diözisch, d.h. das die männlichen und die weiblichen Blüten auf verschiedenen Pflanzen liegen. Die Blüten stehen häufig traubenartig beeinander.

Die männliche Blüte ist auch hier zweiteilig und häufig röhrenartig ausgebildet. Sie besteht aus einer Hülle die von 2 Brakteenpaaren gebildet wird, und aus dieser ein Stiel mit ein oder zwei endständigen Pollensäcken herausragt. Es können ein bis sechs Staubblätter vorhanden sein.

Abb. 2 - Ein männlicher Blütenstand der Gnetaceae

 

Die weibliche Blüte enthält auch hier eine aufrechte Samenanlage mit einer langen Mikropyle, welche von einem Bestäubungstropen benetzt ist. Wie bei den Welwitschiaceae ist die Samenanlage hier von einem transversalen und einem medianen Brakteenpaar umgeben. Das innere Brakteenpaar wird bei Samenreige hart, das äußere fleischig.

Abb. 3 - Ein weiblicher Blütenstand der Gnetaceae

 

Die Bestäubung findet durch unterschiedlichste Insekten statt. Diese werden durch den stark Zuckerhaltigen Bestäubungstropfen angelockt, welcher einen süßlichen Duft absondert.

Impressum

Rabea Krikor, WS 08/09, Fachmodul Spezielle Botanik, Uni Marburg