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Politische Ikonographie  Einführung in die politische Ikonographie - Beschreibung

 

Die Studieneinheit soll einführen in die Zusammenhänge, in denen sich Politik visuell dargestellt hat und darstellt. Immer sind Anstrengungen unternommen worden, politische Machtverhältnisse anschaulich und sichtbar vor Augen zu stellen.

Die alten westeuropäischen Monarchien haben großen Wert auf die visuelle Ausstattung ihrer Residenzen und die repräsentative Darstellung ihrer politischen Positionen, Erfolge und dynastischen Beziehungen gelegt. Der Aufwand belegt, daß auch die Monarchen des Ancien régime sich gehalten sahen, die Untertanen zu überzeugen, ihre Entscheidungen zu legitimieren, wobei sie der alten kirchlichen Auffassung folgten, daß sich das Volk besser über die Augen, die Anschauung, als durch das Wort und die diskursive Rede beeinflussen und überzeugen läßt. Deshalb wurden Künstler engagiert, Akademien gegründet.

In den neuzeitlichen Demokratien entfiel der Bedarf nach einer Überhöhung politischer Ziele, da diese teilweise in den Verfassungen als Menschenrechte kodifiziert waren.

Stattdessen treten konkurrierende Parteien an und werben um Akzeptanz für ihre Ziele und Programme. Diese werden nach wie vor auch visuell propagiert, über Plakate, Fotos und Filme, neuerdings über Fernsehen, zunehmend wohl auch in den digitalen Medien. Für diesen Massenbedarf an visualisierter Meinung scheidet der Künstler traditionellen Zuschnitts aus. Es entwickeln sich neue Produktionsformen visualisierter Politik, die sogen. "Massenmedien". Diese arbeiten mit den alten Strategien bildlicher Rhetorik, da der Überzeugungsanspruch grundsätzlich der gleiche geblieben ist. In einer dichten Folge von Beispielen sollen solche Kontinuitätslinien visueller Überzeugungsarbeit vorgestellt werden. Der "Index zur Politischen Ikonographie" des Kunstgeschichtlichen Seminars der Universität Hamburg enthält ca. 300.000 Bildkarten (nach etwa fünfhundert Stichworten geordnet), von denen ca. 10.000 bereits digitalisiert sind und nach unterschiedlichen Gesichtspunkten abgerufen werden können. Sie bilden die Grundlage für die hier skizzierte Studieneinheit.


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