Diego Velázquez >> Historischer Hintergrund >> Zeitgeschehen

 

 

 
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(Zitiert aus: Bernecker 2002, S. 61ff.)

1598-1621 Philipp III., König
1598-1600 Schwere Pestepidemie in Kastilien; Unterbrechung des Bevölkerungswachstums
1606 Krieg gegen die Niederlande
1609 Ausweisung der Morisken
1618 Beginn des Dreißigjährigen Krieges
1621-1665 Philip IV., König
1621-1643 "Premierminister" Conde-Duque de Olivares
1621 Ende des Waffenstillstands mit den Niederlanden
1640 Aufstand in Katalonien; Sezession Portugals
1641 Rebellion in Andalusien
1643 Spanische Niederlage bei Pocroi
1647 Aufstandsbewegungen in Sizilien und Neapel
1648 Westfälischer Friede; Friedensschluss mit den Niederlanden und Anerkennung ihrer Unabhängigkeit
1659 Pyrenäenfrieden
1665-1700 Karl II., König
1665-1675 Regentschaft María Annas von Österreich
1668 Anerkennung der Unabhängigkeit Portugals durch Spanien
1676 Übernahme der Regierungsgeschäfte in Kastilien durch Juan José de Austria

Das 17. Jahrhundert gilt in der spanischen Geschichtsschreibung als eine Phase des Verfalls und Niedergangs. Die erste Hälfte des Jahrhunderts war noch von Kämpfen um die Bewahrung der hegemonialen Position in Europa und auf den Weltmeeren beherrscht, danach war die Dekadenz unübersehbar. Das Jahrhundert begann mit einer verheerenden Pestepidemie (1598-1602), unter der vor allem Kastilien zu leiden hatte; sie kostete rund 500 000 Menschen, acht Prozent der kastilischen Bevölkerung das Leben. Aufgrund weiterer Epidemien und Missernten kam es zu einem deutlichen Rückgang der Bevölkerung - allein in Kastilien von 8,3 Millionen im Jahr 1598 auf ungefähr 6,6 Millionen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. (...) 1609 wies Philipp III. (1598-1621) außerdem die wirtschaftlich aktive Gruppe der moriscos, der getauften Moslems, aus - angeblich, um die Gefahr ihrer möglichen Zusammenarbeit mit den nordafrikanischen Piraten zu bannen. Rund 273 000 Personen wurden vertrieben; einzelne Landesteile verloren durch die Vertreibung erhebliche Teile ihrer Bevölkerung: Aragonien etwa 15,2 Prozent, Valencia sogar 21,1 Prozent. Die ökonomischen Folgen, vor allem für Landwirtschaft und Gewerbe waren verheerend.

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