| Diego Velázquez >> Rezeption>> Stellung der Malerei in Spanien |
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Stellung der Malerei
in Spanien innerhalb der Hierarchie Die Bedeutung des sozialen Aufstiegs von Velázquez am Hofe lässt sich umso mehr begreifen, wenn man sich die soziale Stellung der Maler im Spanien des 17. Jahrhunderts vor Augen führt. Im Gegensatz zu Italien waren die Maler nicht als Künstler anerkannt, wie dies bei den Bildhauern der Fall war, sondern sie zählten zu den Handwerkern, mussten mithin auch Verkaufssteuern für ihre Arbeiten zahlen. Karin Hellwig hat in ihrem Beitrag Kunstliteratur in Spanien 1600-1700 für die Publikation von Hänsel, Sylvaine; Karge, Henrik (Hrsg.): Spanische Kunstgeschichte. Eine Einführung, Berlin 1992. die sozialgeschichtlichen Voraussetzungen prägnant wie folgt zusammengefasst: "(...) Während des ganzen 17. Jahrhunderts fand in Spanien, aus einem neuentwickelten Selbstverständnis der Künstler heraus, eine Art Kampagne zur Verteidigung der nobleza und des Status der Malerei als arte liberal statt. An dieser beteiligten sich nicht nur Maler, sondern auch Dichter, Juristen, Prediger und Historiker. (...) Den spanischen Malern wurde bewusst, dass ihr sozialer Status de facto dem eines Handwerkers gleichkam, was dem Rang ihrer Kunst nicht angemessen war. Die Künstler erkannten, dass ihre vorrangig handwerklich geprägte Ausbildung im Rahmen der Zünfte unzureichend war, dass die zunftgebundene Ordnung den neuen Bedürfnissen nicht mehr entsprach und sie finanziell und sozial Verpflichtungen nachkommen mussten, die nur der Handwerker zu leisten hatte. Ausnahmen bildeten einige Hofkünstler, wie z.B. Velázquez, die eine besondere Stellung einnahmen. >>
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