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In seiner "Einleitung zur Kritik der politischen
Ökonomie" hat sich Karl Marx 1857 auch kurz mit der griechischen
Mythologie und ihrer erstaunlichen Überlebensfähigkeit beschäftigt
(Marx-Engels-Werke, Band 13, S. 640-642):
"Nehmen wir z.B. das Verhältnis
der griechischen Kunst und dann Shakespeares zur Gegenwart. Bekannt,
daß die griechische Mythologie nicht nur das Arsenal der griechischen
Kunst, sondern ihr Boden. Ist die Anschauung der Natur und der
gesellschaftlichen Verhältnisse, die der griechischen Phantasie
und daher der griechischen [Mythologie] zugrunde liegt, möglich
mit Selfaktors und Eisenbahnen und Lokomotiven und elektrischen
Telegraphen? Wo bleibt Vulkan gegen Roberts et Co., Jupiter gegen
den Blitzableiter und Hermes gegen den Crédit mobilier? Alle Mythologie
überwindet und beherrscht und gestaltet die Naturkräfte in der
Einbildung und durch die Einbildung: verschwindet also mit der
wirklichen Herrschaft über dieselben. Was wird aus der Fama neben
Printinghouse Square? Die griechische Kunst setzt die griechische
Mythologie voraus,
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d.h. die Natur und die gesellschaftlichen
Formen selbst schon in einer unbewußt künstlerischen Weise verarbeitet
durch die Volksphantasie. Das ist ihr Material. Nicht jede beliebige
Mythologie, d.h. nicht jede beliebige unbewußt künstlerische Verarbeitung
der Natur (hier darunter alles Gegenständliche, also die Gesellschaft
eingeschlossen). Ägyptische Mythologie konnte nie der Boden oder
der Mutterschoß griechischer Kunst sein. Aber jedenfalls eine
Mythologie. Also keinesfalls eine Gesellschaftsentwicklung, die
alles mythologische Verhältnis zur Natur ausschließt, alles
mythologisierende Verhältnis zu ihr; also vom Künstler eine von
Mythologie unabhängige Phantasie verlangt.
Von einer andren Seite: Ist Achilles möglich mit Pulver und Blei?
Oder überhaupt die "Iliade" mit der Druckerpresse oder gar Druckmaschine?
Hört das Singen und Sagen und die Muse mit dem Preßbengel nicht
notwendig auf, also verschwinden nicht notwendige Bedingungen
der epischen Poesie?
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