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Titanengeschichten: 1. Uranos, Gaia und Kronos

Die Titanengeschichten handeln von Göttern, die einer so fernen Vergangenheit angehören, dass wir sie nur aus einer bestimmten Art von Erzählungen, in einer bestimmten Rolle, kennen. Der Name Titan, mit dem wir sie bezeichnen, ist am längsten an der Gottheit der Sonne haften geblieben und scheint ursprünglich der hohe Titel von Himmelsgöttern gewesen zu sein, doch von sehr alten, noch keinen Gesetzen unterworfenen, wilden Himmelsgöttern. Sie waren uns keine kultischen Gottheiten, mit der Ausnahme vielleicht von Kronos und - wenn wir auch den gebändigten, Gesetzen unterworfenen Sonnengott hierher rechnen - von Helios, die hier und da doch ihren Kult hatten. Die Titanen waren solche Götter, die nur in der Mythologie eine Rolle spielten. Ihre Rolle ist - selbst wenn scheinbare Siege dem endgültigen Schluß der Geschichten vorausgehen - immer die Rolle der Unterlegenen. Diese Unterlegenen trugen die Züge einer älteren männlichen Generation, Züge von Ahnen, deren gefährliche Eigenschaften in den Nachkommen wiederkehren. Wie sie waren, wird man in den folgenden Erzählungen hören.(Kerényi 1966, S.23)
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