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Mythographie

Die Mythographie (mythographische Darstellungen in Prosa) setzt im 6. Jahrhundert v. Chr. ein und blüht in klassischer und hellenistischer Zeit.

Eratosthenes (etwa 284 - 202 v. Chr.), Universalgelehrter und Bibliothekar in Alexandria, errechnet als Zeitpunkt für den Fall Troias das Jahr 1184 v. Chr.

Der Philosoph Dikaiarchos, ein Schüler des Aristoteles, vergleicht die mythologischen Tragödien verschiedener Dichter.

Die Mythographen fassen verschiedene Mythen zu Zyklen (kękloi) zusammen. Dabei entstehen Darstellungen des Mythenkreises um Troia, der Herakles-Mythen usw.

Seit hellenistischer Zeit werden Mythen auch unter thematischen Gesichtspunkten zusammengestellt, z. B. Mythen mit astronomischem Bezug, Verwandlungsmythen (Metamorphosen) oder Mythen erotischen Inhalts.

"In der Tendenz, alle Aspekte der Wirklichkeit in einem einzigen Werk zu sammeln und miteinander zu verbinden, entspricht die Mythographie der enzyklopädischen Mentalität der Griechen."
Sotera Fornaro, in: Der neue Pauly, Bd. 8, 2000, s. v. Mythographie
 
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