Göttermythen

Am Anfang dieser Studieneinheit, im Abschnitt Mythen, ist von den Eltern des Zeus, den Tiatanen Kronos und Rhea, der Geburt des obersten olympischen Gottes und dem Konflikt mit seinem Vater mit den Worten Karl Kerényis schon erzählt worden. Der Stammbaum nun nennt die Geschwister des Zeus und die bekanntesten seiner göttlichen und sterblichen Kinder. Farblich hervorgehoben, weil von besonderer Bedeutung, sind die Namen der zwölf olympischen Götter, denen die meisten und wichtigsten Göttermythen gelten.

Jede dieser Gottheiten wurde in Großgriechenland und später im römischen Reich an mehreren, wenn nicht vielen Orten oder gar überall in unterschiedlichen Varianten verehrt. Ihre kultische Stellung und Funktion waren im Laufe der Jahrhunderte bis zum Ende der Antike von deutlich größerer Konstanz als ihre mythologische, die sich aus unbekannten Anfängen für uns erst im 8. Jahrhundert zu konkretisieren beginnt, insbesondere in dem um 700 entstandenen epischen Gedicht, das zentral für die Mythologie der Griechen ist: der Theogonie des Hesiod von Askra aus Böotien.

Die Fülle des mythologischen Stoffs, der sich um die olympischen Götter rankt, erlaubt nicht, sie hier auch nur kurz einzeln vorzustellen. Möglich aber sind Hinweise auf weiterführende Informationsquellen, in erster Linie auf das Buch Die Götter der Griechen von Erika Simon, 4. neu bearbeitete Auflage München 1998, dann aber auch und vor allem auf Angebote im Internet. Sie finden sie mit Hilfe der Fotomontage des "Olymp", die dem Buch "Griechische Mythologie" von Marilena Karabatea, Athen 1997 (S.138-139) entnommen ist.