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| Philosophie Wie die Historiographie unterscheidet auch die Philosophie zwischen nicht beweisbaren und gesicherten Aussagen, zwischen mythos und rational nachweisbarem lógos. Dabei war der Mythos nur in Ausnahmefällen Gegenstand philosophischer Überlegungen. Das Wort mythología ist erstmals bei Platon (428/427 - 349/348 v. Chr.) belegt. Es bezeichnet das Erzählen von Mythen (z. B. Staat 3, 394 B) und kommt auch im Plural vor (vgl. Hippias major 298 A: die Logoi und die Mythologien). Platon erwähnt nur am Rande den Mythos von Ganymed (Gesetze 1, 636 C) und Mythen über die Unterwelt (Staat 1, 330 D). Bei dem nur von ihm geschilderten Untergang von Atlantis (Kritias, Timaios) scheint es sich dagegen nicht um einen überlieferten Mythos zu handeln, sondern eher um ein in mythischer Vorzeit angesiedeltes philosophisches Gleichnis. |