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Tragödie In den Tragödien wurden fast ausschließlich mythologische Themen behandelt (Ausnahme: die Perser des Aischylos). Aufführungsort war das Dionysostheater am Südhang der Akropolis. Das Theatergebäude erhielt allerdings erst in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr., in lykurgischer Zeit, seine heute noch erkennbare Gestalt. Der Politiker und Redner Lykurg (um 390 - um 324 v. Chr.) bestimmte seit 338 v. Chr. die Geschicke Athens. Er ließ Statuen der drei großen Tragiker im Theater aufstellen und offizielle Niederschriften ihrer Werke anfertigen. Aischylos (525/524 - 456/455 v. Chr.) beteiligte sich erstmals 499/496 v. Chr. als Tragödiendichter an den Großen Dionysien. Er führte den zweiten Schauspieler ein und errang seit 484 v. Chr. 13 Siege. Sein Werk umfaßte ungefähr 80 Stücke, sieben seiner Tragödien sind vollständig erhalten: die Perser, die Sieben gegen Theben, die Hiketiden (Bittflehenden), die Orestie (Agamemnon, die Choephoren, die Eumeniden), Prometheus. Sophokles (497/496 - 406/405 v. Chr.) nahm seit 468 v. Chr. an den Großen Dionysien teil und errang 18 Siege. Er führte den dritten Schauspieler ein und schrieb 123 Stücke. 114 Titel sind bekannt, sieben Tragödien erhalten: Aias, die Trachinierinnen, Antigone, Ödipus Tyrannus, Elektra, Philoktet, Ödipus auf Kolonos. Euripides (um 485/484 - 407/406 v. Chr.) nahm seit 455 v. Chr. an den Großen Dionysien teil. Er führte 88 Stücke auf und errang seit 441 v. Chr. vier Siege. Erhalten sind 17 Tragödien und ein Satyrspiel: Alkestis, Medea, Hippolytos, die Herakliden, Hekabe, Andromache, die Hiketiden (Bittflehenden), Elektra, Herakles, die Troerinnen, Helena, Iphigenie bei den Taurern, Ion, Orest, die Phoinissen, Iphigenie in Aulis, die Bakchen sowie das Satyrspiel Kyklops. |