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Terminales Ileum
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Der M. Crohn ist eine ätiologisch und pathogenetisch ungeklärte, meist in Schüben verlaufende
chronische entzündliche Darmerkrankung mit hoher Rezidivrate und einem breiten Spektrum
intestinaler sowie extraintestinaler Komplikationen. Häufigste intestinale Komplikation bzw.
Manifestation: Perianale und anale Fisteln. In ¼ der Fälle Erstmanifestation des M. Crohn als
perianale Läsion. Der M. Crohn kann alle Abschnitte des Gastrointestinaltraktes betreffen,
manifestiert sich jedoch am häufigsten als kombinierte Ileocolitis. Extraintestinale
Crohn-Manifestationen sollten berücksichtigt werden (Erythema nodosum, Pyoderma
gangraenosum und oropharyngeal). Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa ist der M. Crohn chirurgisch
nicht heilbar. Operative Therapiemaßnahmen sind beim M. Crohn in der Regel auf die
Krankheitskomplikationen (Ileus, Abszesse, Fisteln, freie Perforationen) beschränkt.
Makroskopisch charakteristisch sind aphtöse Schleimhautläsionen, Ulzerationen, einzelne oder
mehrere gartenschlauchartige Stenosen mit hochgradiger Wandverdickung und -induration sowie
das sog. klassische "Kopfsteinpflasterrelief" der Schleimhaut. Mikroskopisch zeigen sich
diskontinuierliche und disproportionierte, im allgemeinen transmurale Entzündungsinfiltrate aus
Lymphozyten, Plasmazellen, Granulozyten und histiozytären Zellen, in der Submukosa auch
lymphofollikulären Hyperplasien. Epitheloidzellige, zentral nicht verkäsende Granulome mit
mehrkernigen Riesenzellen gelten zwar als krankheitstypisch, sind jedoch nicht Crohn-spezifisch
oder -pathognomonisch (nur in etwa 50 % aller Crohn-Fälle nachweisbar).