Galle: Gallensteinleiden
(Bild aus CONRAD©)

 

Risikofaktoren für die Entstehung eines Gallensteinleidens

 

5F: fat - female - fertile - forty - fair.
Andere sind: Mangelnde Bewegung, Alter über 40, Ovulationshemmer, Gravidität, chronische Obstipation, familiäre Disposition, hämolytische Anämien und Hypercholesterinämie.

Die Sonographie ist bei der Frage nach Gallensteinen (Cholelithiasis) mit einer Treffsicherheit von 95% und fehlender Invasivität die Methode der Wahl. Direkter Steinnachweis durch echoreiche Konkremente mit Schallschatten sowie Lumen- und Wandveränderungen sind richtungsweisende Befund. Steine im D. choledochus können allerdings dem sonographischen Nachweis entgehen, indirektes Zeichen ist ein Aufstau der Gallenwege (der Choledochus gilt als dilatiert ab einem Durchmesser von 6 mm). Die ERCP (endoskopische retrograde Cholangiopankreatigographie) ist der Goldstandard zur Diagnose von Gallensteinen, dient aber vielmehr der Entfernung von Steinen aus dem Gallengangssystem. Als Komplikationen treten die Cholangitis und die Pankreatitis auf. Ein modernes Konkurrenzverfahren ist die MRCP (Magnetresonanztomographische Cholangiopankreatigographie).

 

Dies ist eine Aufnahme des rechten Oberbauches, die Gallenwege sind kontrastmittelgefüllt (hell).

Das Endoskop ist der röntgendichte Schlauch im unteren Teil des Bildes. Etwa in seiner Mitte sehen Sie die Sonde die den Ductus Choledochus sondiert. Gleich am Beginn des Ductus Choledochus ist ein Gallenstein als Füllungsdefekt zu sehen und am Abgang des Ductus Cysticus können Sie ebenfalls einen Stein diagnostizieren. Die Gallenwege sind erweitert und die Gallenblase ist steinfrei.