Time-Density-Curves und Kontrastmittelkinetik

(unter Mitarbeit von R. Leppek)

Mit Time-Density-Curves bzw. Kontrastmittelkinetik werden semiquantitative Parameter beschrieben, die z.B. in der Mamma-Diagnostik bereits eingesetzt werden.

Wichtige Größen:

  1. "Time-to- peak"
  2. "Maximum-Intensity-to-Time-Ratio"
  3. "Mean-Transit-Time"
  4. "Peak Enhancement"

Aus den berechneten (punkt- und/oder regionenweise) Anreicherungskurven können farblich kodierte Parameterbilder für ganze Schichten erzeugt werden.

 

Hier ist die Bildschirmmaske eines von MeVis entwickelten Sotwareassistenten abgebildet.

 

 

Für die theoretische Beschreibung von Kontrastmittelanreicherung
in Tumoren werden in der Literatur Mehr-Kompartiment-Modelle diskutiert, die einen physikalischen Ansatz zur Beschreibung der beobachteten Anreicherungskurven verfolgen. Eine solche absolut quantitative Auswertung erfordert neben einem physiologischen Modell auch die numerische Beschreibung der bildgebenden Modalität, d.h. die Umrechnung von gemessenen Signalintensitäten in Kontrastmittelkonzentrationen.

So sollen sich zukünftig beliebige Parameterbilddarstellungen
den modellinhärenten physiologischen Größen zuordnen lassen, indem für einen vorgegebenen physiologisch sinnvollen Parameterbereich
theoretische Anreicherungskurven simuliert werden und diese identisch
wie die gemessenen Daten ausgewertet und farblich dargestellt werden.

 

 

 

 


Neben den funktionellen Parametern (Kontrastmittelkinetik und Durchblutung) ist insbesondere die Dokumentation morphologischer Parameter
(Größenänderung des Tumors) von hoher Bedeutung.
So ist für die Therapie eines primären Lebertumors die exakte Bestimmung des Tumorvolumens wichtig. Die Dokumentation der Größenänderung eines Tumors dient dabei der Beurteilung des Ansprechens auf eine medikamentöse Therapie (systemisch oder selektiv arteriell).

 

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