Was sind Verschattung und Aufhellung im Projektionsradiogramm?

 

Die Begriffe Verschattung und Aufhellung entstammen der Anfangszeit des Röntgens.

Früher wurden beim Röntgen keine Filme bzw. Detektoren (digitale Radiographie) sondern fluoreszierende Leuchtschirme verwendet. Die Lichtemission durch die Röntgenphotonen führt zum Leuchten auf dem Schirm. Auf diesen fluoreszierenden Schirmen wurden Regionen, die wenig Röntgenstrahlen absorbieren, heller dargestellt. Diese sind demnach aufgehellt (z.B. Metastase im Knochen), auf Röntgenfilm jedoch geschwärzt. Regionen, die, zum Beispiel wegen höherer Dichte, mehr Röntgenstrahlen absorbieren, zeigen sich auf dem Leuchtschirm dunkel (z.B. Lungentumor). Diese Verschattung wird auf dem Röntgenfilm oder bei der filmadäquaten Darstellung durch digitale Systeme als heller Bezirk gezeigt.

Eine Invertierung einer Röntgenaufnahme zeigt das Bild so, wie es früher auf dem Leuchtschirm erschien. Diese Möglichkeit der Invertierung bieten moderne Bildverarbeitungsmethoden auch heute an (ein Knopfdruck genügt).

Thoraxaufnahme p.a. (Röntgenfilm)

die gleiche Aufnahme wie links, invertiert

So sah die Aufnahme früher auf dem Leuchtschirm aus.