- Diagnostische Treffsicherheit
- Vergleich Angio
- Vergleich Szinti
- Nützlichkeit
- Outcome
- Goldstandard Angiographie - experimentelle Studie
- Zusammenfassung
Diagnostische Treffsicherheit bei akuter Lungenembolie durch Spiral-CT
Bereits die Studien mit SSCT zeigten eine hohe Treffsicherheit für die LE bis auf die Ebene der Segmente.Die Studien mit SSCT (<3 mm) oder MSCT zeigen eine weitere Verbesserung der Ergebnisse bis auf Subsegmentebene.
Spezifität 78 - 100 %Sensitivität 53 - 100 %Rate der suboptimalen Untersuchungen 2 - 4 %Debatten über den Einsatz der SCT in der DX der akuten LE kreisen um die Sensitivitätswerte. Ab einem Wert von 85 wird die Untersuchung zum Screening empfohlen, darunter nur zur Bestätigung eines bekannten Befundes. Dieser Wert wurde aus einer Modellierungsstudie von diagnostischen Algorithmen zur Kosten-Effektivität in der V/P Szintigraphie, D-Dimere , Pulmonalisangiographie, venöser Ultraschall und SCT abgeleitet (vgl.: van Erkel et al.: Radiology 201 (1996), 29 - 36). Die bisher publizierten Daten weisen auf eine erhebliche Lernkurve.
Diagnostische Treffsicherheit im Vergleich zur Angiographie
Eine erste, verblindete Studie wurde 1992 von Remy publiziert (n=42, proof of concept Studie, Sens. 100 %, Spez. 96 %). Bei dieser Studie wurden inkonklusive Scans ausgeschlossen. Sie wurde nur mit jungen Patienten durchgeführt. Möglicherweise verursachte dies eine zu hohe Treffsicherheit (selection bias). Eine spätere Arbeit derselben Gruppe (n = 75) ergab eine Sensitivität von 91 % und eine Spezifität von 78 %. Qanadli (2000) führte eine erste Arbeit mit MSCT-Daten durch (n = 157, Kollimation 2,5 mm, DSCT, subsegmental). Hier wurde eine Sensitivität von 90 % und eine Spezifität von 94 % erreicht.
Diagnostische Treffsicherheit im Vergleich zur Szintigraphie
Von Mayo (1997) existiert dazu eine multizentrische, prospektive Studie. Mit n = 142, Kollimation Sens. 88 %, Spez 95 % und einem intraobserver error von K = 0,85 für CT bzw. k = 0,61 für NUK erzielte die Studie ähnliche Ergebnisse wie die von van Rossum (1996) (hier: n = 149, Lollimation 5 mm, Sens. 88 %, Spez. 95 % und k = 0,774) Die EPISTED-Studie, an der 10 europäische Zentren beteiligt sind, hatte n = 401, Kollimation 3 mm, Sens. 88 %, Spez. 92 % bei einem k = 0,72.
Nützlichkeit der Spiral-CT
Cross et al. (1998) verglichen die Untersuchungsstrategie Szintigraphie und CT versus CT und Szintigraphie (n = 78, konfidente Diagnose in 54 versus 90 %, p < 0,001). Kim et al. fanden bei 67 % der Fälle zusätzliche Befunde, die zu einer Änderung der Diagnose führten (n = 110, Kollimation 3 mm, Sens. 92 %, Spez. 94 %). Insgesamt ergab die CT bei 80 % der Fälle pathologische Befunde wie Pneumonie, CV-Erkrankung, Lungenfibrose, Trauma, post-op. Veränderungen, Malignome und Pleuraerkrankungen.
Outcome
Die Rate der rez. LE nach negativem CT gibt Ferreti et al. (1997) mit 6 von 112 Patienten mit negativem CT ohne Antikoagulation an. Pattynama (2001) fand 1 % (2 von 198) Fälle mit negativem CT und 3,1 % (5 von 162) mit negativem Szintigramm.
Die Auswirkungen einer Vorenthaltung einer Antikoagulationsbehandlung bei negativem CT sind bisher nicht hinreichend untersucht worden (vgl. Rathburn et al. 2000).
Goldstandard Angiographie - experimentelle Studie
Baile et al. untersuchten 16 Schweine mit experimentell gesetzer LE und nutzten ein Ausgußpräperat als Goldstandard. Angio versus SCT (3 mm) ergab keinen Unterschied (p > 0,05) bei einer Sensitivität von 82 % versus 87 % bzw. einer PPV von 94 % versus 88 %. Wird jedoch die Angiographie mit dem Goldstandard gleichgesetzt (PPV und Sens = 100%), dann liegt die Sensitivität bei 76 % und PPV SCT bei 86 %.
Zusammenfassung
- Die Literaturdaten bestätigen SCT als konfirmatorisches Vefahren.
- Die Datenlage für die Nutzung als first-line Verfahren ist gut.
- SCT hat eine Sensitivität von 90 % und eine Spezifität von 90 - 95 %
- Sie ist indiziert bei Patienten
- ohne Zeichen der TVT und intermediärer bzw. low-probability V/P Szintigraphie
- mit klinisch relevanten Thoraxsymptomen bei V.a. LE vor der SZI
- mit COPD oder Lungenparenchymerkrankungen vor der SZI- Die Daten für die MSCT sind noch spärlich, aber ermutigend