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Radiologiescript

Röntgenaufnahme 
Material zur Vorlesung "Einführung in die Radiologie - Anatomie in der Bildgebung"
Prof. Dr. K. J. Klose: Medizinisches Zentrum für Radiologie
Klinik für Strahlendiagnostik, Klinikum der Philipps-Universität Marburg

 

12. Muskuloskelettales System

 

Literaturhinweise:


Zum Download:

Physiotherapieunterricht Bewegungsapparat von PD Dr. med. Rominger. Diese Präsentation (als PDF) faßt die wichtigsten Erkrankungen des muskulo-skelettalen Systems aus Sicht der Radiologie zusammen. Die Datei ist ca. 9,3 MB groß und erfordert je nach Internetanschluß eine entsprechende Downloadzeit.

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12.1 Muskuloskelettales System
Leitlinien bei Polytrauma

 

Status Th HWS ACT Angio WS CCT
Ansprechbar, stabil, Lavage neg.
9
9
8
 
 
 
 
Ansprechbar, stabil, Lavage pos.
9
9
9
9
 
 
 
Ansprechbar, instabil, Lavage neg.
9
9
9
 
4
 
 
Ansprechbar, instabil, Lavage pos.
9
9
9
9
 
 
 
Bewußtsein getrübt, stabil, Lavage neg.
9
 
9
 
 
9
9
Bewußtsein getrübt, instabil, Lavage neg.
9
 
9
6
 
9
9
Bewußtsein getrübt, stabil, Lavage pos.
9
 
9
9
 
9
9
Bewußtsein getrübt, instabil, Lavage pos.
9
 
9
9
 
9
9

Angemessenheit der Untersuchung:
1-2 obsolet - nicht indiziert
3-4 indiziert, selten Zusatzbefunde
5-6 indiziert, häufig Zusatzbefunde
7-8 indiziert, in der Regel konklusiv
9 absolut indiziert

 

Der folgende Hyperlink verweist auf ein PDF-Dokument des ACR (American College of Radiology), desktop link: Appropriateness Criteria:
Leitlinie des ACR für Polytrauma (http://www.acr.org/cgi-bin/fr?tmpl:appcrit,pdf:0273-282_multiply_injured_patient_ac.pdf)

Leitlinie des Uniklinikums Marburg für Polytrauma (entstanden in Zusammenarbeit von Dres. Kill (ANÄ), El-Sheik (SDI), Stiletto (UCH),
Gauvageot (Pflege) und Kopp (TCH)) - pdf-Version zum Download

 

 

Bildbeispiele

Polytrauma nach Verkehrsunfall (Lungenkontusion u.a.)

Polytrauma (Schädelhirntrauma und weitere Frakuren)

 

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12.1.1 Muskuloskelettales System
Beckentrauma

Literatur:

 

Becken- und Acetabulumfrakturen
Probleme Konsequenzen Assoziierte Verletzungen
  • relativ selten und komplex
  • oft lebensbedrohliche Blutungen (Mortalitätsrate 8,6 - 19 %)
  • wichtig ist die Ausnutzung der ersten "goldenen" Stunde des Schocks
  • signifikante spätere Morbidität (z.B. Beinlängendifferenz, sakro-iliakale Schmerzen, Osteoarthrosis)
  • Frühes und rechtzeitiges effektives Management (z.B. externe Fixierung bei instabilen Beckenbrüchen senkt Mortalität, Mangel an Ressourcen und Problembewusstsein verschärfen die Problematik)
  • Behandlung durch Experten in spezialisierten Zentren (Notwendigkeit von Behandlungsrichtlinien wie z.B. ATLS = Advanced trauma life support)
  • Transport des Patienten in andere Klinik oft unvermeidlich

Urethra-Ruptur in 4 - 14 % der Fälle

Harnblasenruptur in bis zu 20 % der Fälle (je nach Studie)

 

Reihenfolge bei der initialen Erfassung und Behandlung von
a) Beckenbrüchen: Akutphase/Reanimation >> Diagnose (stabil/instabil ?) >> Behandlung (externe Fixierung, Skelettextension)
b) Acetabulumfrakturen: Akutphase/Reanimation >> Diagnose (konservativ/operativ ?) >> Behandlung (Reduktion der Luxation, Skelettextension)

 

Behandlungsstandard (Leitlinie):

 

L1 = iliopubic or iliopectineal (arcuate) line

L2 = anterior rim of the acetabulum

L3 = ilioischial line, formed by the posterior portion of the quadrilateral plate (surface) of the iliac bone

L4 = posterior rim of the acetabulum

L5 = teardrop, formed by the medial acetabular wall, the acetabular notch, and the anterior portion of the quadrilateral plate

additional: roof of the acetabulum (not marked in this sketch)

Anteroposteriore Sicht der Hüfte: Diese Linien dienen der Orientierung (radiographic landmarks). Störungen dieser Linien sind Indikatoren für Abnormalitäten.

 

 

 

Stabile Beckenfrakturen

A = Fraktur des vorderen Beckenrings

B = "Dashboard"-Verletzung (von dashboard = Armaturenbrett) des Schmetterlingtyps

C = Beckenkamm/ala Fraktur

D = Sakrumfraktur

E = Os coccygis-Fraktur

Stabile Beckenfrakturen

 

 

 

A = "Dashboard"-Verletzung (von dashboard = Armaturenbrett) verschobene Schmetterlingsfraktur

B = Symphysenruptur

C = Ala-Fraktur mit ileosakraler Gelenkruptur

D = Malgaigne Fraktur

E = Inverse Malgaigne Fraktur

F= "Offenes Buch"-Fraktur

Instabile Beckenfrakturen

 

 

Einteilung der Azetabulumfrakturen nach Judet und Letournel

Typ Frakturformen
I (50 %) Fraktur des hinteren Pfannenrandes (dorsale Luxationsfraktur)
II (15 %) Fraktur des dorsalen Pfeilers
III (1 %) Fraktur des ventralen Pfeilers
IV (10 %) Querfraktur durch Pfannengrund (zentrale Luxation)
V (24 %) Kombinierte Fraktur

 

 

Bildbeispiele

a) Stabile Beckenfrakturen:

 

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12.2 Muskuloskelettales System
Leitlinien: V. a. Sprunggelenksfraktur

 

Klinische Symptomatik leitet die Indikation zur Rö-Aufnahme

Diese Punkte sind auch unter dem Namen "Ottawa-Kriterien" bekannt. Werden sie sorgfältig beachtet, können ca. 60 bis 70 % aller Röntgenaufnahmen in diesem Bereich eingespart werden.

 

Bildbeispiele

Verdrehtrauma des OSG u.a. (MRT)

Fraktur MFK 5

3-D-Rekonstruktion (Spiral-CT) einer Malleolus- und Calcaneus-Fraktur

 

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12.3 Muskuloskelettales System
HWS-Trauma

 

Status Rö + Dens Funktions-Aufnahme MR CT-Myelo CT-Rekon Tomo
Asymptomatisch, klin. Untersuchung o.B., +/- Halskrawatte
 
 
 
 
 
 
Symptomatisch, neurologische Zeichen vorhanden
9
 
 
 
 
 
Symptomatisch, v.a. Bandverletzung, Rö 2 Eb. o.B.
 
9
 
 
 
 
Rö o.B., Neurologische Zeichen oder Symptome
 
 
9
9
 
 
Rö v.a. Fraktur des kranicocervikalen Übergangs (- C2)
 
 
 
 
9
9
Bewußtseinsgetrübter Patient
9
 
 
 
 
 

Angemessenheit der Untersuchung:
1-2 obsolet - nicht indiziert
3-4 indiziert, selten Zusatzbefunde
5-6 indiziert, häufig Zusatzbefunde
7-8 indiziert, in der Regel konklusiv
9 absolut indiziert

 

Bildbeispiele

Fraktur in eine instabile Densfraktur nach Anderson D´Alonzo Typ 2

Luxationsfraktur C6/7

Luxationsfraktur und Morbus Bechterew (Spondylitis ankylosans )

3-D-Rekonstruktion (MRT) einer Jefferson-Fraktur

 

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12.4 Muskuloskelettales System
Schultertrauma und andere Erkrankungen

Status Rö ap Rö lat. / Y Rö ap IR / AR MRT MR / CT-Arthro
Akut - Trauma, R/O Fraktur - Luxation
 9
 
 
 
Schmerz - 2 Wo nach Trauma, Rö neg.
 
 
 
 
 
Subakuter Schmerz, Bursitis? > 3 Mo
 
 
9
 
 
V.A. RMR, Impingement? > 40 J., Rö neg.
 
 
 
8
 
Schulterinstabilität, Labrumverletzung
 
 
 
9
9

Angemessenheit der Untersuchung:
1-2 obsolet - nicht indiziert
3-4 indiziert, selten Zusatzbefunde
5-6 indiziert, häufig Zusatzbefunde
7-8 indiziert, in der Regel konklusiv
9 absolut indiziert

Bildbeispiele: 3-D-Rekonstruktion (CT) des Humeruskopfes

 

Oberflächliche Erkrankungen des Venensystems (siehe auch Kap. 6.1.1), eine Power-Point-Präsentation

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