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Radiologiescript |
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Material zur Vorlesung "Einführung
in die Radiologie - Anatomie in der Bildgebung"
Prof. Dr. K. J. Klose: Medizinisches Zentrum für Radiologie Klinik für Strahlendiagnostik, Klinikum der Philipps-Universität Marburg |
2. Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren
Literaturhinweise:
Eine sehr aktuelle Übersicht der (englischen) Internetangebote für Radiologen und radiologisch interessierte Medizinstudenten bietet http://www.radiologyeducation.com . Dieses kostenlose Internetangebot bietet eine digitale Bibliothek der aktuellen Radiologiebildungsangebote, die nach transparent gemachten Kriterien beurteilt und ausgewählt wurden (siehe auch Review Abstract in AJR:179, September 2002: 574)
Eines der Forschungsprojekte im Rahmen der Virtuellen Hochschule Bayern ist
der Selbstlernkurs der Radiologie WBT (Web-based-teaching in radiology), inzwischen
auch Compari genannt.
Das Programm ist (noch) ohne Zugangsbeschränkung unter http://www.idr.med.uni-erlangen.de/link/trainingsprogramme.html
zu erreichen.
Theoretische Grundlagen: Strahlenphysik und Röntgentechnik (von H. Jungclas)
2.1 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren:
Projektionsradiographie (Zwei-Ebenen-Verfahren)
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Zur Differenzierung der anatomischen Strukturen nutzt die Projektionsradiographie ohne Kontrastmittel (Nativdiagnostik) ausschließlich die natürlichen Dichteunterschiede zwischen den Geweben. |
Unter Projektionsradiographie versteht man die Erzeugung von Röntgenbildern mit Röntgenstrahlen und einem Aufnahmesystem.
Als Aufnahmesystem kommen dabei heute unterschiedliche Techniken zum Einsatz:
Analoge Techniken (Aufnahmesystem = Röntgenfilm)
- Film - Folien - Kombination (konventionelle Technik - heute immer noch in Anwendung)
- Leuchtschirmradiographie (ehemalige Durchleuchtungstechnik, seit Jahrzehnten nicht mehr in Anwendung, da ein erheblich höherer Dosisbedarf für die Abbildung notwendig war), wurde ersetzt durch die
- Bildverstärkerradiographie (hierbei wird das Röntgenbild auf dem Leuchtschirm des Bildverstärkers (BV) erzeugt und mit unterschiedlichen Aufnahmesystemen dokumentiert), dazu zählen 100 mm Technik und Filmkassetten
Digitale Techniken (Aufnahmesystem = Detektor mit Analog-Digital-Wandler)
- Speicherfolie (digitale Speicherfolienradiographie - DSR)
- Festkörperdetektor (Digitale Radiographie)
- CCD Detektoren
Die Film-Folien-Technik (oft als konventionelles Röntgen bezeichnet) wird zunehmend durch digitale Radiographie ersetzt. Die digitale Radiographie unterscheidet sich lediglich durch den Einsatz von digitalen Bildaufnahme- und Bildverarbeitungssystemen von der klassischen Projektionsradiographie.
Durchdringen Röntgenstrahlen Materie, so werden sie durch Absorption und Streuung geschwächt. Photonen mit niedriger Energie werden relativ stark absorbiert (Weichstrahltechnik). Photonen mit hoher Energie werden vor allem gestreut (Hartstrahltechnik). Die durch das Material ausgelöste und dann auf dem Röntgenfilm sichtbar gemachte Schwächung wird von der Dicke, der Dichte und der Ordnungszahl Z des Materials beeinflusst.
Materialien mit hoher Dichte führen zu einer größeren Schwächung von Röntgenstrahlen als solche mit niedriger Dichte. Dabei wirkt sich die Ordnungszahl Z des absorbierenden Mediums (H = 1, C = 6, O = 8, J = 53, Fe = 26) mit der dritten Potenz auf die Schwächung aus.
Luft absorbiert keine Röntgenstrahlen. Es ergibt sich deswegen folgende Reihenfolge bei der Röntgenstrahlschwächung:
Luft < Fett < Wasser < Knochen.
| Eselsbrücke | verursacht: | Genese | Beispiel |
|---|---|---|---|
|
Stones
|
positive Kontraste
|
natürlich
|
Knochen (Bones) |
|
künstlich
|
Bleimarken Katheter Metallimplantate Kontrastmittel |
||
|
krankhaft
|
Steine Gefäßkalk |
||
|
Bones
|
positiver Kontrast
|
natürlich
|
normale Anatomie |
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krankhaft
|
Frakturen Degeneration Tumor Stoffwechselleiden |
||
|
Gas |
negativer Kontrast
|
natürlich
|
Luft in tubulären Systemen Gas im Magen-Darm-Trakt Luft in Lunge und Atemwegen |
|
iatrogen
|
CO2 -Angiographie | ||
|
krankhaft
|
Luft in tubulären Systemen Gallenwege - Aerobilie Harnwege - Pneumaturie Gefässen - Pfortader - Pulmonalarterie |
||
| Luft in den Körperhöhlen Peritoneum - Perforation Pleura - Pneumothorax Pericard - Punktioniatrogen Liquorraum - posttraumatisch Luft in Weichteilen Abszess nekrotischer Bronchialtumor |
|||
| Luft in Weichteilen, z.B.: Haut Emphysem Muskulatur Gasbrand |
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Mass
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Weichteile
|
natürlich
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Eigenschatten der Organe Leber, Milz, Muskulatur |
|
krankhaft
|
Organvergrösserung Hepato-/Splenomegalie Tumoren - entzündlich - neoplastisch |
Rechts und Links im Röntgenbild:
Immer so, als stünde der Patient direkt vor dem Betrachter. Rechts und
links sind also vertauscht.
Was sind Verschattung und Aufhellung im Projektionsradiogramm? - zur Erklärung bitte hier klicken
2.1.1 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Projektionsradiographie (Zwei-Ebenen-Verfahren): Thorax
Thoraxaufnahmen in zwei Ebenen gehören zur Basisdiagnostik bei Erkrankungen der Atemwege und des Herz-Kreislauf-Systems.
Beurteilt bzw. nachgewiesen werden:
- Herzgröße
- Pleuraerguss
- Veränderungen des Lungenparenchyms
- Veränderungen des Mediastinums
Indikationen: Trauma (Pneumothorax mit oder ohne Rippenfrakturen), schwere Entzündung (Pneumonie), präoperative Diagnostik, kardiale Abklärung (z.B. Herzinsuffizienz) u.a.
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beim Anklicken der Bilder öffnet sich ein neues
Fenster mit den gleichen Aufnahmen in groß
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Tutorium Pneumonie - Pneumonitis
2.1.2 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Projektionsradiographie (Zwei-Ebenen-Verfahren): Abdomen
Die Abdomenübersichtsaufnahme erfolgt standardisiert in Rückenlage und Linksseitenlage. Es gibt jedoch auch noch andere Projektionen. Wichtigste Indikation für die Nativaufnahme (d.h. ohne Kontrastmittel, auch Abdomenleeraufnahme genannt) ist das akute Abdomen mit der Frage nach freier Luft und/oder Spiegeln (Luft oder Flüssigkeit).
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Abdomen, Kind
|
2-Ebenen, Frau
|
2-Ebenen, Mann
|
Zur Beurteilung von Abdomenleeraufnahmen ist
die in folgender Tabelle zusammengefasste
Eselsbrücke A.B.D.O.M.E.N. hilfreich:
| Abkürzung | Erläuterung | Analysekriterium |
|---|---|---|
|
A
|
Air Achte auf "freie Luft" (in der freien Bauchhöhle, sichtbar vor allem zwischen Leberoberfläche und lateraler Abdominalwand), diese kann durch die Perforation von Hohlorganen (z.B. Magen), Zustand nach OP oder laparaskopischen Eingriff, penetrierende Wunde der Abdominalwand etc. verursacht sein. Am besten dafür geeignet ist die Linksseitenlage mit horizontalem Strahlengang. Beim Erwachsenen hat auch im Dünndarm Luft nichts zu suchen. Beim Ileus finden sich dynamische Luft-/Flüssigkeitsspiegel. |
Gas
|
|
B
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Bones Beurteilung der knöchernen Strukturen |
Bones
|
|
D
|
Densities Verschattungen, Verkalkungen, Fremdkörper |
Stones
|
|
O
|
Organs Abgrenzbarkeit, Form, Lage der Organe |
Mass
|
|
M
|
Muscles, masses Abgrenzbarkeit des M. psoas (Luft im Retroperitoneum?), Tumormassen bzw. Organverlagerungen, Aszites |
Mass
|
|
E
|
Edges mit abgebildete, nicht zum Abdomen gehörende Körperabschnitte (Pneumonie?, Pneumothorax?, Pleuraerguss?), Zwerchfellkontur, Hernien |
(Randbereiche)
|
|
N
|
Nitrogen |
Gas
|
Bildbeispiele:
2.1.3 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Projektionsradiographie (Zwei-Ebenen-Verfahren): Skelett

Bildbeispiele:
Fraktur des Os ischii
Fraktur des
Mittelfußknochens (5)
Luxationsfraktur
2.1.4 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Projektionsradiographie (Zwei-Ebenen-Verfahren): Mammographie

Def. Mammographie:
Röntgendarstellung der weiblichen Brust. Gebräuchliches Verfahren
ist die Weichstrahltechnik. Soll zusätzlich das Milchgangsystem der Brustdrüse
sichtbar gemacht werden, so werden Kontrastmittel eingesetzt. Dieses Verfahren
wird als Galaktographie bezeichnet.
siehe auch: 9.2
Reproduktives System
Diagnostik bei Mamma-Befund
2.2 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren:
Kontrastmittelverfahren

Die im vorherigen Abschnitt besprochene Projektionsradiographie lebt von den internen Kontrasten des menschlichen Körpers (Bones, Gas, Mass). Inhalte in der Analysekategorie Stones = positiver Kontrast (Metallclips, Steine, etc) sind als krankhaft oder unnatürlich anzusehen. [siehe auch Analysekriterien]
Um Körperhöhlen oder luminale Strukturen besser darzustellen, müssen sie künstlich mit Kontrastmittel angefärbt werden.
Zu den kontrastierbaren Höhlen gehören die Pleura-, Pericard-, Peritoneal- und Gelenkhöhlen. Aus systematischen Gründen kann auch der äussere Liquorraum hierzu gezählt werden, da er ähnlich wie die anderen Höhlen durch Direktpunktion von extern mit KM angefärbt kann (Myelographie).
Zu den luminalen Strukturen zählen alle Gefässe (Arterien (V. privata und publica), Venen und Lymphgefässe). Diese können entweder durch Direktpunktion oder nach Freilegung (z.B. Venae sectio) mittels Kanülen oder Kathetern mit KM gefüllt werden.
Neben den Gefässen gibt es eine Reihe luminaler Strukturen (Ausführungsgänge, -leiter), die zur besseren Beurteilung pathologischer Merkmale ebenfalls mit KM angefärbt werden müssen. Aus Gründen der radiologischen Darstellung müssen hier einige Annahmen gemacht werden, um die Systematik durchzuhalten, die in nachstehender Tabelle ausgeführt wird.
| Organsystem | Höhlen - luminale Strukturen - Ausführungsgänge | Untersuchungsverfahren | |
|---|---|---|---|
| ZNS |
Innerer Liquorraum (Ventrikel) |
Ventrikulographie Myelographie Dacryocystographie |
|
| CV |
Perikardhöhle |
Pericardiographie |
|
| RESP | Pleurahöhle Tracheo-Bronchialtrakt |
Pleurographie Bronchographie |
|
| GI | enterale KM-Füllung |
Hypopharynx |
Hypopharyngographie Brei-/Gastrografinschluck MDP, Enteroklysma, KE |
| parenterale KM-Füllung | Peritonealhöhle Speicheldrüsen- (Mund-, Ohr-, Bauch-) ausführungsgänge Gallenblase Gallenwege |
Peritoneographie Sialo-/Pankreatikographie Cholecystographie Cholangiographie |
|
| URO |
Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase |
Urographie |
|
| REPRO |
Eileiter |
Salpinographie |
|
| MUSK |
Gelenkhöhlen |
Arthrographie transossäre Phlebographie |
|
| ZELL | keine - Drainage über das venöse System | ||
| ENDO | keine - Drainage über das venöse System | ||
| DERM | Schweissdrüsenausführungsgänge | Kein Gegenstand radiologischer Diagnostik | |
grün = gängige, nicht unbedingt häufige Verfahren
Ausführliche Informationen zu Kontrastmitteln und Kontrastmitteldiagnostik (hier klicken)
2.2.1 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren:
Enterale Kontrastmittelverfahren

Enterale Kontrastmittelverfahren
Allgemeine Prinzipien Fragestellung Kontrastmittelapplikation und Anmerkungen fein-morphologischDoppelkontrast: mit Bariumsulfat als pos. KM (löst Wandbeschlag aus) und neg. KM (Luft, CO2, Methylcellulose, Sahne) zur Distension des Lumens
Bildbeispiel: Doppelkontrast des Kolons Appendix permagna grob-morphologischMonokontrast: nur positives KM
Anwendung je nach Fragestellung, z.B. Hohlorganperforationwasserlösliches KM ! (z.B. Gastrografin®, Peritrast® o.a.) HohlorganfistelFüllung von aussen: Wasserlöslich
Füllung von innen: Bariumsulfat HohlorganstenoseBariumsulfat verdünnt 1: 4 funktionell Monokontrast (Barium oder wasserlöslich), MetallmarkerStruktur Fragestellung Untersuchungsverfahren und Kontrastmittelapplikation ÖsophagusTumor Breischluck-Doppelkontrast Perforation Breischluck-Monokontrast - wasserlöslich Transportstörung Breischluck : Reisbrei (z.B. Motilitätsstörung, Achalasie) Magen-DuodenumTumor, Ulcus Magen-Darm-Passage (MD)P-Doppelkontrast Perforation Abdomenleeraufnahme (MDP-Monokontrast, wasserlöslich) Transportstörung akut: Monokontrast (Barium oder wasserlöslich), z.B. Ausgangsstenose
chronisch: Markeruntersuchung bei bei diabetischer Gastroparese Dünndarmfein-morphologisch Enteroklysma - sondengestützt Weitere Informationen grob-morphologisch fraktionierte MDP Transportstörung akut: Monokontrast (wasserlösliches KM), z.B. bei kompensierten Ileus
chronisch: Markeruntersuchung (Transitzeit) DickdarmTumor Kolonkontrasteinlauf (KE) - Doppelkontrast Bildbeispiel Stenose Kolonkontrasteinlauf (KE) - Monokontrast Obstipation, rektal
MotilitätsstörungenColonmotiltätsstörung: Markeruntersuchungen (Colontransitzeit)
rektale Obstipation, Enterozelen: Defäkographie
2.2.2 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren
Parenterale Kontrastmittelverfahren:

Parenterale Kontrastmittelverfahren
| Struktur | Untersuchungsverfahren | Kontrastmittelapplikation und Anmerkungen |
|---|---|---|
| Vasa privata (Arterien) | Arteriographie (direkt, indirekt) Bildbeispiel: Arteriographie der Niere 2. Bildbeispiel: Angiographie der Nieren CT-Angiographie MR-Angiographie Bildbeispiel: Angiographie des li Unterschenkels |
arteriell: Übersicht, selektiv, superselektiv venös: nur mit DSA* , CT und MR möglich |
| Vasa publica (V. porta, A. pulmonalis) | Portographie, direkt | transhepatisch/transjugulär (Transparenchymale Punktion) |
| Portographie, indirekt | Spleno-/Mesentericoportographie | |
| Pulmonalisangiographie | peripher- / zentralvenös | |
| CT-Angiographie | peripher-venös | |
| MR-Angiographie | peripher-venös und ohne KM | |
| Venen | Phlebographie | Direktpunktion oder kathetergestützt |
| Lymphgefäße | Lymphographie | nur in speziellen Fällen mit wasserlöslichen oder öligen KM |
| Körperhöhle | Arthrographie (Mono- und Doppelkontrast) |
Direktpunktion |
| Myelographie (Monokontrast) | Direktpunktion | |
| Peritoneographie | Direktpunktion, Suche nach inneren Bruchlücken (seltenes Verfahren) |
*Digitale Subtraktionsangiographie

Informationen zur Angiographie
2.3 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren:
Schnittbildverfahren

2.3.1 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Schnittbildverfahren: Ultraschall-Tomographie

Informationen zur Sonographie (hier klicken)
Doppler- und Duplexsonographie (Prinzip)
Spezielle Ultraschallverfahren:
Dopplersonographie
FKDS = farbkodierte Duplexsonographie
2.3.2 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Schnittbildverfahren: Computertomographie

Technik der Computertomographie (hier klicken)
2.3.3 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden
Verfahren
Schnittbildverfahren: Magnetresonanztomographie
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Möglichkeiten der modernen MRT: Heutiger Stand und Ausblick
| Organsystem | Gefäße | Parenchym | Hohlraum | Spezial | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Darstellung | Darstellung | Funktion | Darstellung | Funktion | ||
| ZNS | ja | ja | Denken/BOLD | Liquor | Fluß | Diffusion |
| CV | koronar | ja | Bewegung | Blut | Fluß | |
| RESP | PA / PV | eingeschränkt | O2-Austausch | Luft/O2 | Ventilation | |
| GI | ja V. porta |
Drüsen MD-Kanal |
Stoffwechsel Resorption |
z.B. Galle Speise |
Sekretion Transport |
Hydrometrie |
| URO | NAST | ja | Harnproduktion | Urin | Transport | Hydrometrie |
| REPRO | ja | ja Mamma |
Diverse Laktation |
Ei / Samen Milch |
Transport Sekretion |
|
| MUSK | ja | Knochen Bänder Muskeln |
Statik Kopplung Motorik |
Markraum | Hämatopoese | |
| ZELL |
-
|
Thymus, LK Milz, RES |
Abwehr |
-
|
-
|
|
| ENDO |
-
|
diverse | Hormone |
-
|
-
|
|
| DERM |
-
|
Haut Drüsen |
Schutz Thermostat |
-
|
Regulation | |
Technik der Magnetresonanztomographie (hier klicken)
2.4 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren:
Bildverarbeitung (Computeranwendungen zur Darstellung und Auswertung von Bilddatensätzen)
Analog-Digitale Migration in der Radiologie (Medizin)
Die bisherige analoge Befundung von Filmen (hard copy) am Schaukasten wird zunehmend durch die Befundung von Datensätzen (soft copy) am Computerarbeitsplatz (workstation) ergänzt und ersetzt. Damit werden ganz neue Möglichkeiten der Bildverarbeitung und Präsentation eröffnet. Die folgende Tabelle fasst die Möglichkeiten zusammen, die durch den zunehmenden Einsatz digitaler Technik in der medizinischen Bildgebung entstehen.
| Lichtkasten | Aufgaben | Workstation |
|---|---|---|
|
+
|
Diagnostisches Modell Viewing |
+
|
|
+ / +
|
Strukturanalyse Oberfläche / Binnenraum |
+ / +
|
|
+ / -
|
Charakterisierung Mustererkennung / Durchblutung |
+ / +
|
|
+ / - / -
|
Quantifizierung 2D / 3D / Flow |
+ / + / +
|
|
- / - / - / -
|
Visualisierung 3D / VR / Animation / Editor |
+ / + / + / +
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2.4.1 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren:
Bildverarbeitung - Darstellung: surface und volume rendering
Verfahren der rechnergestützten Bildnachbearbeitung (von Spiral-CT und MRT-Datensätzen) zur Volumenquantifizierung (z.B. neoplastischer Läsionen) und räumlicher Darstellung bzw. Lokalisation in Bezug zu vaskulären Leitstrukturen.
Dreidimensionale Rekonstruktions- und Darstellungstechniken:
- Surface rendering
- Maximum-intensity projection (MIP)
- Volume rendering
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Segmentanalyse
der Leber (eine Einführung)
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3-D-Rekonstruktion
einer Spina bifida (Bildbeispiele)
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3-D-Rekonstruktion
(MRT) einer Jefferson-Fraktur (Bildbeispiele)
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3-D-Rekonstruktion
(CT) des Humeruskopfes (Bildbeispiele)
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2.4.2 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren:
Bildverarbeitung - Auswertung: Annotation, Winkelvermessung, Raumachsenbestimmung,
Navigation
Inhalte werden möglichst bald eingefügt
2.4.3 Prinzipien der Diagnostik mit bildgebenden Verfahren:
Bildverarbeitung - Funktionell: Volumenbestimmung, Flow und TDC (time density
curves)
Time-Density-Curves und Kontrastmittelkinetik